Ein bisschen Irving im Mittleren Westen
Schon die Figuren in Buckeye erinnern mich an John Irving: Cal mit seinem verkürzten Bein, Becky, die mit den Toten spricht, und Margaret – Menschen, bei denen immer etwas aus dem Gewöhnlichen kippt. Gerade diese Mischung aus Skurrilität, Verletzlichkeit und trockenem Humor wirkt sehr Irving. Auch dass aus einem scheinbar kleinen Ereignis – einem Kuss am Tag des Kriegsendes – ein ganzes Geflecht aus Liebe, Schuld, Geheimnissen und Familiengeschichte entsteht, passt zu Irving.
Ryan interessiert sich dabei weniger für große Handlungseffekte als für seine Figuren und ihre Widersprüche. Das erinnert ebenfalls an Irving: amerikanischer Alltag trifft auf ungewöhnliche Menschen, große Lebensfragen und eine Prise Groteske. Allerdings wirkt Ryan etwas wärmer und versöhnlicher – weniger düster als Irving, aber mit einer ähnlichen Lust am Skurrilen.
Ryan interessiert sich dabei weniger für große Handlungseffekte als für seine Figuren und ihre Widersprüche. Das erinnert ebenfalls an Irving: amerikanischer Alltag trifft auf ungewöhnliche Menschen, große Lebensfragen und eine Prise Groteske. Allerdings wirkt Ryan etwas wärmer und versöhnlicher – weniger düster als Irving, aber mit einer ähnlichen Lust am Skurrilen.