Leise Melancholie und schroffer Humor

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noiram Avatar

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Der Roman entfaltet auf den ersten Seiten ein feinfühliges, atmosphärisch dichtes Panorama des amerikanischen Kleinstadtlebens im Ohio der 1920er- bis 1940er-Jahre. Im Zentrum steht der junge Cal Jenkins, dessen verkürztes Bein ihn nicht nur physisch prägt, sondern auch sein Gefühl der Zugehörigkeit und den Wunsch nach einer eigenen Bestimmung maßgeblich beeinflusst. Während der Zweite Weltkrieg die Welt erschüttert und Freunde in den Krieg ziehen, bleibt Cal zurück – hin- und hergerissen zwischen der Scham seiner Ausmusterung, der chaotischen Welt seines verschrobenen Vaters und der aufkeimenden Liebe zu der eigenwilligen Becky Hanover.
​Die Leseprobe besticht durch ihre ruhige, präzise Erzählweise und eine wunderbare Mischung aus leiser Melancholie, schroffem Humor und tiefem Mitgefühl für die Figuren. Patrick Ryan zeichnet charakterstarke Persönlichkeiten und fängt das Flair der Zeit sowie die kleinen, schicksalhaften Begegnungen des Alltags meisterhaft ein. Ein vielversprechender, berührender und unaufgeregt fesselnder Auftakt, der Lust auf die gesamte Lebensgeschichte macht.