Wie romantisch!

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Ein einziger Kuss am Tag des Kriegsendes, der Jahrzehnte später noch das Leben zweier Familien bestimmt – diese Ausgangsidee hat mich bei Buckeye direkt neugierig gemacht. Die Leseprobe hat für mich etwas sehr Ruhiges und gleichzeitig unterschwellig Spannendes. Besonders Cal ist mir dabei aufgefallen, weil er durch sein verkürztes Bein schon als Kind mit Ausgrenzung umgehen musste und trotzdem nicht wie eine tragische Figur dargestellt wird. Auch Margaret wirkt auf mich wie jemand, bei dem man noch lange nicht alles über ihre Geschichte weiß. Ich mag, dass der Roman offenbar nicht nur eine Liebesgeschichte erzählen möchte, sondern zeigt, wie eine einzelne Entscheidung immer weitere Kreise ziehen kann. Dass aus diesem kurzen Moment eine Verbindung zwischen zwei Familien entsteht, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, finde ich als Grundidee sehr spannend. Gleichzeitig gefällt mir das Kleinstadtsetting in Ohio, weil dadurch alles etwas persönlicher wirkt und man das Gefühl bekommt, dass jeder jeden kennt und Geheimnisse deshalb umso schwerer zu bewahren sind. Die Leseprobe macht außerdem Lust darauf, die Figuren über einen längeren Zeitraum zu begleiten und herauszufinden, wie sich ihre Beziehungen verändern. Insgesamt wirkt Buckeye auf mich wie ein warmherziger, aber auch melancholischer Familienroman über Liebe, verpasste Chancen und die Folgen von Entscheidungen, die man vielleicht längst vergessen glaubt. Gerade weil die Geschichte nicht sofort alles preisgibt, würde ich gerne weiterlesen.