Die Entwirrung der Zeit
Dieser zeitgeschichtliche Roman aus den USA über fast das gesamte zwanzigste Jahrhundert hinweg belohnt den langen Atem des Lesers mit einem nachhaltigen Lektüreerlebnis.
Er verwebt die Lebensläufe zweier Ehepaare mitsamt ihrer beiden Söhnen ineinander und beschreibt, welch teilweise verheerende Entwicklungen sowohl aus besonderen Veranlagungen (Homosexualität, parapsychologische Begabung, Körperbehinderung, das Aufwachsen im Kinderheim und Pflegefamilien) als auch durch die beiden Weltkriege und am Ende den Krieg in Vietnam in die Wege geleitet werden. Dabei pflanzt sich das Übel wie die Erbsünde über die Generationen hinweg fort, denn schon Cals Vater kehrt mental geschädigt aus dem ersten Weltkrieg heim. Es leiden und sterben nicht nur die Soldaten, sondern auch die Angehörigen zuhause müssen mit einer schwer erträglichen Situation zurechtkommen. Keiner bleibt ohne Schuld.
Einem hohen Maß an Liebe stehen jede Menge Missverständnisse und spontanes Fehlverhalten gegenüber, daraus ergeben sich lebenslange schier unheilbare Verletzungen. Bis ich das begriffen habe, musste ich mich jedoch durch eine Anzahl von Seiten kämpfen, aber ein Kreis schloss sich schon auf Seite 232, als Ryan die ganz an Anfang erwähnte Begegnung von Margaret mit Cal wieder aufnimmt. Danach gewinnt die Geschichte an Tempo, und man leidet mit den Charakteren mit, denn der Autor zeichnet sie mit feiner Ironie und nimmt sie voller Sympathie ernst in all ihren Unzulänglichkeiten, ohne alles kaputtzuerklären. Und wenn man die abschließende Vision, dass nur die Liebe Hoffnung verleiht, auch hier nicht zum erstenmal gehört hat, so ist sie es doch wert, sie sich immer wieder einmal vor Augen zu führen.
Er verwebt die Lebensläufe zweier Ehepaare mitsamt ihrer beiden Söhnen ineinander und beschreibt, welch teilweise verheerende Entwicklungen sowohl aus besonderen Veranlagungen (Homosexualität, parapsychologische Begabung, Körperbehinderung, das Aufwachsen im Kinderheim und Pflegefamilien) als auch durch die beiden Weltkriege und am Ende den Krieg in Vietnam in die Wege geleitet werden. Dabei pflanzt sich das Übel wie die Erbsünde über die Generationen hinweg fort, denn schon Cals Vater kehrt mental geschädigt aus dem ersten Weltkrieg heim. Es leiden und sterben nicht nur die Soldaten, sondern auch die Angehörigen zuhause müssen mit einer schwer erträglichen Situation zurechtkommen. Keiner bleibt ohne Schuld.
Einem hohen Maß an Liebe stehen jede Menge Missverständnisse und spontanes Fehlverhalten gegenüber, daraus ergeben sich lebenslange schier unheilbare Verletzungen. Bis ich das begriffen habe, musste ich mich jedoch durch eine Anzahl von Seiten kämpfen, aber ein Kreis schloss sich schon auf Seite 232, als Ryan die ganz an Anfang erwähnte Begegnung von Margaret mit Cal wieder aufnimmt. Danach gewinnt die Geschichte an Tempo, und man leidet mit den Charakteren mit, denn der Autor zeichnet sie mit feiner Ironie und nimmt sie voller Sympathie ernst in all ihren Unzulänglichkeiten, ohne alles kaputtzuerklären. Und wenn man die abschließende Vision, dass nur die Liebe Hoffnung verleiht, auch hier nicht zum erstenmal gehört hat, so ist sie es doch wert, sie sich immer wieder einmal vor Augen zu führen.