Ein Buch mit Höhen und Tiefen

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jo.spricht Avatar

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Buckeye ist ein berührendes Buch gespickt mit berührenden Sätzen. Alleine der Beginn des Buches - "Cal Jenkins kam im Frühjahr 1920 mit einem verkürzten Bein auf die Welt" -, wissend darum, dass dieses verkürzte Bein ihn vor einem Einsatz im 2. Weltkrieg bewahren würde, ist stark. Der Krieg - nicht nur dieser - und seine Folgen für die Menschen in ihm, zieht sich durch die Geschichte und durch die Familien, von der hier erzählt wird. Er zerstört Familien ebenso wie es auf eine Art die Affäre tut, die im Zentrum der Geschichte steht. Mit etwas Abstand berührt mich das Schicksal der Protagonist:innen sehr. Beim Lesen habe ich die Erzählung trotz schöner Sprache zum Teil als etwas zäh und stilistisch wenig anspruchsvoll empfunden. Dem gegenüber stehen die Reflektionen Cals ganz zum Ende, alte Leute wirkten deshalb distanziert, da sie nicht in der Vergangenheit lebten, sondern die Vergangenheit in ihnen. Mit dem Wissen um das Auf und Ab seines Lebens eine interessante Beobachtung, die ich so noch nicht getätigt hatte, aber durchaus teile.