Ganz viel und doch nicht genug

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
misspider Avatar

Von

Mit wohl zu großen Erwartungen habe ich das Buch gelesen, denn obwohl mich die unaufgeregte Erzählweise von der ersten Seite an gefesselt hat, konnte der Inhalt da nicht immer mithalten, such wenn es durchaus viel Drama gab. Es war spannend, witzig, traurig und berührend, den Weg der Menschen, deren Wege sich hier auf so schicksalhafte Weise kreuzen, mitzuverfolgen. Auch die Wechsel zwischen Perspektiven und Zeiten, die das Geschehen von verschiedenen Seiten beleuchteten und nach und nach auch Vergangenheiten aufdeckten, die Verhaltensweisen erklärten oder zumindest Charaktereigenschaften formten, haben mir gut gefallen. Aber je weiter das Buch voranschritt, desto weniger konnte es mich bei der Stange halten, und am Ende zog es sich tatsächlich hin und ich hätte mir einen früheren Abschluss gewünscht. Obwohl ich die Geschichte an sich herausragend fand und auch die Schreibweise meinen Geschmack recht gut traf, war mir das Buch am Ende leider einfach zu lang. Und ich finde es schade, dass das wunderschöne Original-Cover nicht übernommen wurde.