Kleinstadtleben im Mittleren Westen
„Buckeye“, diesen Begriff kannte ich bisher nur von den Ohio State Buckeyes, einem College-Footballteam, und er bezeichnet die Rosskastanie, den offiziellen Baum Ohios, aber auch Spitzname der Bewohner dieses US-Bundesstaates. Womit wir bereits bei der Verortung des Romans von Patrick Ryan wären, der von der Kritik als amerikanisches Epos in der Tradition der „Great American Novel“ bezeichnet wird. Eine Auszeichnung, aber auch eine Hypothek, die große Erwartungen bei der Leserin geweckt hat. Ob er es wohl mit den Klassikern „Früchte des Zorns“, „Der große Gatsy“ und „Moby Dick“ aufnehmen kann?
Bonhomie, eine konservative Kleinstadt in Ohio, Amerikas Mittlerem Westen. Wir begleiten zwei Paare, Cal und Becky Jenkins sowie Margaret und Felix Salt, über einen langen Zeitraum, beginnend Ende des Zeiten Weltkriegs bis Mitte der siebziger Jahre. Vier Leben, die miteinander verwoben sind, deren Handlungen, Traumata, Geheimnisse und Entscheidungen Kreise ziehen, die nicht nur Auswirkungen auf ihr Leben, sondern auch auf das der nachfolgenden Generationen haben.
Durch den einfühlsamen Umgang des Autors mit seinen Protagonisten zieht sich in dieser Geschichte von Sehnsüchten, Geheimnissen und Schuld ein Hauch von Melancholie durch den gesamten Roman. Und auch, wenn er sich den einen oder anderen ironischen Seitenhieb nicht verkneifen kann, wirkt das nie plump, da er sein Personal mit dem gebotenen Respekt behandelt.
All dies wird von Patrick Ryan geschickt eingebettet in die Beschreibungen des amerikanischen Kleinstadtalltags und ergänzt durch Ereignisse aus Zeitgeschichte und Popkultur, so dass die zeitliche Einordnung jederzeit auch ohne Nennen der Jahreszahl möglich ist, was ich sehr geschätzt habe.
So ist ihm vielleicht dann doch nicht eine neue „Great American Novel“ gelungen, aber wer ein Herz für großangelegte Familiensagas mit historischem Hintergrund hat, wird mit „Buckeye“ auf alle Fälle glücklich werden. Große Leseempfehlung meinerseits!
Bonhomie, eine konservative Kleinstadt in Ohio, Amerikas Mittlerem Westen. Wir begleiten zwei Paare, Cal und Becky Jenkins sowie Margaret und Felix Salt, über einen langen Zeitraum, beginnend Ende des Zeiten Weltkriegs bis Mitte der siebziger Jahre. Vier Leben, die miteinander verwoben sind, deren Handlungen, Traumata, Geheimnisse und Entscheidungen Kreise ziehen, die nicht nur Auswirkungen auf ihr Leben, sondern auch auf das der nachfolgenden Generationen haben.
Durch den einfühlsamen Umgang des Autors mit seinen Protagonisten zieht sich in dieser Geschichte von Sehnsüchten, Geheimnissen und Schuld ein Hauch von Melancholie durch den gesamten Roman. Und auch, wenn er sich den einen oder anderen ironischen Seitenhieb nicht verkneifen kann, wirkt das nie plump, da er sein Personal mit dem gebotenen Respekt behandelt.
All dies wird von Patrick Ryan geschickt eingebettet in die Beschreibungen des amerikanischen Kleinstadtalltags und ergänzt durch Ereignisse aus Zeitgeschichte und Popkultur, so dass die zeitliche Einordnung jederzeit auch ohne Nennen der Jahreszahl möglich ist, was ich sehr geschätzt habe.
So ist ihm vielleicht dann doch nicht eine neue „Great American Novel“ gelungen, aber wer ein Herz für großangelegte Familiensagas mit historischem Hintergrund hat, wird mit „Buckeye“ auf alle Fälle glücklich werden. Große Leseempfehlung meinerseits!