Starker Roman

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ann-liest Avatar

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Mit Buckeye hat der Autor einen intensiven Familienroman vorgelegt. Er schafft es gekonnt, die fesselnde Geschichte zweier verbundener Familien mit der amerikanischen Geschichte der 1940er bis 1980er Jahre zu verknüpfen.

Ein starkes Augenmerk liegt hierbei historisch auf den Kriegsgeschehen, angefangen mit Pearl Harbor bis hin zum Vietnamkrieg. Ich würde behaupten, dass der Roman ein starkes Statement gegen den Krieg setzt. Die Auswirkungen von Kriegshandlungen auf die Menschen, insbesondere auf die Veteranen, und was die nicht verarbeiteten Traumata mit den Familien machen, wird sehr eindrucksvoll gezeigt.

Besonders gefallen haben mir die Charaktere und dass das Buch sich sehr nah am echten Leben bewegt. Die Menschen haben Geschichte, Päckchen zu tragen, Nöte, Traumata und Ängste und versuchen, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Dabei geht es auch um Verlust, Abschied, Verlassensein, Eheproblem, Selbstverleugnung etc. Und nicht alle Probleme werden in einem Sonnenuntergangs-Happy End aufgelöst.

Mir hat der Erzählstil sehr gut gefallen - das Buch ist fesselnd geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Vielleicht wird etwas distanziert und nicht intensiv emotional erzählt, aber das hat mich nicht gestört und ich konnte auch durchaus über Formulierungen schmunzeln, die mir erzählerisch sehr gefallen haben.

Buckeye konnte mich absolut überzeugen. Es ist ein vielschichtiger, intensiver Roman, den ich gerne empfehle.