Super story, aber teilweise zu langatmig

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derblauevogel Avatar

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Es ist eine interessante Familiengeschichte, die etwas Geduld braucht.

„Buckeye“ war für mich ein Buch, bei dem ich etwas gebraucht habe, um richtig hineinzukommen. Die Geschichte spielt in einer amerikanischen Kleinstadt in Ohio und beginnt 1945. Aus einem Kuss zwischen Cal und Margaret entsteht eine Affäre, die später noch viel größere Folgen hat. Im Laufe der Jahre wird daraus eine Geschichte über zwei Familien, ihre Beziehungen und ein Geheimnis, das irgendwann ans Licht kommt. Es wirkt wie aus dem echten Leben und liest sich spannend.

Ich fand vor allem interessant, wie sich die Geschichte über einen längeren Zeitraum entwickelt. Man bekommt nicht nur eine einzelne Liebesgeschichte erzählt, sondern sieht, wie Entscheidungen und Geheimnisse das Leben der verschiedenen Personen über Jahre beeinflussen. Auch das Kleinstadtleben und die Atmosphäre im Amerika der damaligen Zeit fand ich gut dargestellt.

Allerdings hatte das Buch für mich auch einige Längen. Mit über 650 Seiten ist es schon ein ziemlich dicker Roman und gerade am Anfang passiert für mein Gefühl teilweise nicht besonders viel. Man muss sich also darauf einlassen und etwas Geduld mitbringen. Manche Entwicklungen haben mir deshalb etwas zu lange gedauert.

Die Charaktere fand ich insgesamt interessant, auch wenn ich nicht zu allen direkt einen Zugang gefunden habe. Dafür mochte ich, dass die Personen nicht einfach nur gut oder schlecht sind, sondern oft ziemlich unterschiedliche Seiten zeigen und ihre eigenen Entscheidungen treffen.

Insgesamt hat mir „Buckeye“ gut gefallen, auch wenn es für mich kein absolutes Highlight war. Die Familiengeschichte und die Atmosphäre haben mich überzeugt, bei einigen Längen musste ich mich aber etwas durchkämpfen. Wer ruhige, ausführliche Familienromane mag, die sich viel Zeit für ihre Figuren nehmen, könnte hier aber genau das richtige Buch finden.