tolle Familiengeschichte

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bobbember Avatar

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650 Seiten – und keine davon hat sich für mich nach zu viel angefühlt. Bei einem Buch mit diesem Umfang dachte ich anfangs ehrlich gesagt, dass ich mich zwischendurch bestimmt irgendwann langweilen würde. Aber genau das Gegenteil war der Fall: *Buckeye* hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.

Im Mittelpunkt steht eine Kleinstadt in Ohio und zwei Familien, deren Leben seit einem scheinbar kleinen Moment im Jahr 1945 miteinander verbunden sind. Während der Krieg zu Ende geht, begegnen sich Margaret und Cal, und aus einem Kuss entsteht eine Affäre, die längst vorbei ist, als ein Kind geboren wird. Doch die Konsequenzen dieser Begegnung reichen über Jahrzehnte hinweg. Zwischen Familiengeheimnissen, Liebe, Schuld und den großen Veränderungen des amerikanischen Nachkriegslebens entsteht ein dichtes Netz aus Beziehungen, das sich erst nach und nach offenbart.

Was mir besonders gefallen hat, ist, dass Buckeye für mich vor allem eines ist: eine großartige Geschichte über amerikanische Familien. Über das, was Eltern ihren Kindern erzählen – und was sie verschweigen. Über Entscheidungen, die Jahrzehnte später noch Auswirkungen haben. Über Liebe, Verletzungen, Loyalität und die Frage, wie sehr wir eigentlich von den Menschen und Geheimnissen unserer Familie geprägt werden.

Dabei wirkt die Geschichte unglaublich lebendig. Man bekommt das Gefühl, selbst durch Bonhomie zu gehen und diese Menschen über viele Jahre hinweg zu begleiten. Und obwohl es um große Themen geht, sind es oft gerade die persönlichen Beziehungen und kleinen Momente, die die Geschichte tragen.

Ich habe mich auf diesen 650 Seiten kein einziges Mal gelangweilt. Im Gegenteil: Je weiter ich gelesen habe, desto mehr wollte ich über diese Familien und ihre miteinander verwobenen Geschichten erfahren.

Ein großer, warmherziger und unglaublich vielschichtiger Familienroman, den ich wirklich geliebt habe.