Wege, die sich kreuzen

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heikek Avatar

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Der Roman "Buckeye" des Autors Patrick Ryan erzählt die Geschichte von zwei Familien von Anfang der 1940er bis Anfang der 1980er Jahre. Erschienen ist der Roman im Ullstein Buchverlag und wurde von Thomas Überhoff aus dem Amerikanischen übersetzt.
Auf dem Cover der deutschen Ausgabe ist ein mächtiger Baum abgebildet. Davor ein junger Mann, der nach unten schaut und ein wenig verloren wirkt. Der Name des Baums - ein Buckeye oder Ohio-Rosskastanie - ist auch der Titel des Romans.
Die Familien Jenkins und Salt leben in der fiktiven Stadt Bonhomie in Ohio. Ihre Wege kreuzen sich an dem Tag, als in Europa der 2. Weltkrieg für beendet erklärt wird und diese Begegnung hat ungeahnte Folgen.
Die Familie Jenkins, das sind Cal, seine Frau Becky und ihr gemeinsamer Sohn Cal jr, liebevoll genannt Skip.
Cal wird mit einem verkürzten Bein geboren, was ihn Zeit seines Lebens von vielem ausschließt. Das sind dann die Momente, in denen er hadert. Er führt erfolgreich einen der  Läden von seinem Schwiegervater.
Seine Frau Becky entdeckt, dass sie die Gabe hat mit Toten Kontakt aufzunehmen. Sehr zur Missbilligung von Cal bietet sie Fremden dies als Dienstleistung an.
Die beiden bekommen einen Sohn. Aufgrund von Beckys Gesundheit kann sie keine weiteren Kinder bekommen.
Bei der Familie Salt handelt es sich um Felix, seiner Frau Margaret und ihrem Sohn Tom.
Felix ist homosexuell, was zu dieser Zeit in keinster Weise toleriert wurde und möglichst im Geheimen geschah. Mit der Heirat will er seine Homosexuallität verbergen.
Margaret wurde von ihrer Mutter vor einem Waisenhaus abgelegt, in dem sie bis zu ihrem achtzehnten Geburtstag lebte. Mit der Heirat erträumt sie sich ein gutes und sorgenfreies Leben.
Felix und Margaret fühlen sich auf der ihnen eigenen Weise zueinander hingezogen, aber es wird nie die große Liebe werden.
Der Autor hat die Geschichte der beiden Familien mit Zeitgeschehen, wie den 2. Weltkrieg, die Kriege in Korea oder Vietnam und die Proteste dagegen, verbunden. Er spricht aber auch Tabuthemen wie Rassismus und Homosexuallität an. Und er gibt nicht nur Freude und Glück, sondern auch Trauer und Leid seinen eigenen Raum. Seine Protagonisten beschreibt er sehr intensiv und geht auf die Schicksale und die damit verbundenen Ängste und Sorgen ein. Dabei wechselt die Geschichte zwischen den Protagonisten.
Der Roman ist mit 656 Seiten kein Roman, der sich schnell liest. Aber durch die wechselseitige Erzählweise ist er kurzweilig und hat mir sehr gut gefallen.