Wenn der Krieg mit nach Hause kommt

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„Buckeye“, der Roman von Patrick Ryan, ist ein umfangreiches Werk, das sich über mehrere Generationen in den USA hinwegzieht. Im Mittelpunkt stehen die Familien von Becky und Cal sowie Margaret und Felix. Dabei entfaltet sich die Geschichte vor allem aus den Perspektiven von Cal und Margaret, durch deren Wahrnehmung die familiären Beziehungen und Konflikte für die Leser erfahrbar werden. Der Leser sollte Freude an Romanen haben, die sich über Generationen hinwegziehen. Mir war das bisweilen zu viel (die 652 Seiten zogen sich dann doch) und ich hatte Mühe, mich in die Figuren dieses Romans hineinzufinden.
Interessanter fand ich die amerikanische Geschichte rund um die zwei Weltkriege und den Vietnamkrieg. Beides verknüpft der Autor recht geschickt, das Leben der Figuren wird durch die historischen Geschehnisse beeinflusst und fremd bestimmt. So erlebt der Leser die Geschehnisse aus deren Perspektive, die Kriege zeigen sich auch daheim, nicht nur auf dem Schlachtfeld. „Ich bin zurückgekommen, und wir bekamen drei Kinder. Nur den Krieg konnte ich nicht abschütteln. Ich war ein miserabler Ehemann, ein miserabler Vater. Sie haben mich ertragen.“ (S.486) - so Everett zu Becky.