Romantasy mit Schwächen

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Eine spannende Idee mit kleinen Schwächen

Das Cover von Burning Crown gefällt mir sehr gut. Die dunklen Farben, die goldenen/rose Verzierungen und das Drachenmotiv passen perfekt zur Stimmung der Geschichte.

In der Geschichte begleiten wir die Drachenreiterin Yessa, die an den Drachenwandler Cassim gebunden wird. Beide spüren eine stake Anziehung, doch das ist strengstens verboten. Sie kämpfen mit ihren eigenen Ansichten und Mitteln um die Freiheit.

Das Worldbuilding ist mir persönlich nicht sehr gut ausgereift. Man erfährt wenig über die Welt, ihre Geschichte und das politische System.

Die Idee, dass sich die Drachen in Menschen verwandeln können, hat mir sehr gefallen. Dadurch unterscheidet sich das Buch von vielen anderen Fantasygeschichten über Drachen. Gleichzeitig behandelt die Geschichte Themen wie Unterdrückung, Machtmissbrauch, Vorurteile und den Wunsch nach Freiheit.

Der Schreibstil von Marie Niehoff ist flüssig und leicht verständlich. Manche Entwicklungen und Gedanken wiederholen sich allerdings, weshalb sich einzelne Abschnitte etwas länger anfühlen.

Yessa hat mir grundsätzlich als Protagonistin gefallen. Sie wirkt entschlossen, mutig und verantwortungsbewusst, zeigt aber auch Zweifel und innere Konflikte. Dadurch erscheint sie menschlich. Gleichzeitig konnte ich nicht jede ihrer Entscheidungen vollständig nachvollziehen.

Cassim ist geheimnisvoll, selbstbewusst und zunächst schwer einzuschätzen. Hinter seinem oft provokanten Verhalten verbergen sich jedoch Verletzlichkeit und ein großer Wunsch nach Freiheit.

Die Liebesgeschichte finde ich stellenweise unglaubwürdig, da sie lange Jammern sich nicht vertrauen zu können und dann sind sie aufeinmal ein Liebespaar. Ich hätte mir stellenweise noch mehr Gespräche und gemeinsame Erlebnisse gewünscht, durch die ihre Gefühle zusätzlich begründet werden.

Insgesammt habe ich es dennoch genossen die Geschichte zu lesen. Schwächen sehe ich beim Erzähltempo und bei der noch etwas oberflächlich ausgearbeiteten Fantasywelt. Dennoch hat mich das Ende neugierig gemacht (Grund warum es 4 Sterne gibt und nicht nur 3), und ich möchte wissen, wie sich die Figuren und der Konflikt in den nächsten Bänden weiterentwickeln.