Eine katzenstarke Geschichte

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moewe Avatar

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Knutbert der (vermutlich) 1. lebt sein Katerleben in relativer Ruhe mit seinem Personal, äh seiner Familie. Er nimmt die Lesenden mit durch seinen Alltag und so lernen wir aus Katzenperspektive auch die Tiere und Menschen in seiner Nachbarschaft so kennen. Knutbert ist wohl ein typischer Kater und erinnert mit seiner Farbe und ein paar Plattitüden ein wenig an Garfield. Ohne den Montagshass und die Lasagneliebe :-)
Das Katerleben könnte beschaulich sein, würde nicht eine Bestie in der Nachbarschaft ihr Unwesen treiben und Knutbert höchstpersönlich verdächtigt sein. Bevor er wirklich ins Tierheim muss, nimmt er die Sache lieber höchstpersönlich in die Pfote. Dann hätte er auch endlich mal den Respekt vom Vogel nebenan und dem Seniorenkater aus dem Nachbargarten…

Das Cover ist in einem Quitschegrün gehalten und sowohl die Schrift, als auch Knutbert sind hervorgehoben und glänzen, wodurch der Einband hochwertig wirkt und angenehm in der Hand liegt.
Die Autorin, wohl selbst ein großer Katzenfan, schreibt im Tagebuchstil (bzw. Katastophenberichte) mit Skizzen, und verschiedenen Textgrößen, die dem Aufbau der Seite mehr Individualität verleihen.
Das sowohl der Titel, als auch der Aufbau sehr an Gregs Tagebuch erinnern dürfte den ein oder anderen aus der Leserschaft freuen. Thematisch natürlich etwas völlig anderes, fiel es mir bei diesem Buch etwas schwerer in die Geschichte reinzukommen und ich habe nicht so sehr mit den Protagonisten mitgefiebert, wie bei Gregs Tagebuch.
Besonders niedlich fand ich den kleinen Katzenkopf um jede Seitenzahl. Man merkt, dass dieses Buch mit viel Liebe zum Detail entstanden sein muss.

Insgesamt liest sich das Buch ähnlich gut wie Gregs Tagebuch. Die Zielgruppe sind auch hier wieder Kinder und junge Teenager, die vielleicht nicht so gerne lange Texte und Bücher lesen. Durch die kurzen Kapitel kann das Buch in vielen kleinen Episoden gelesen werden, oder auch ziemlich in einem Rutsch. Die Bilder lockern alles auf und passen immer gut zur jeweiligen Szene.

Mir hat das Buch gut gefallen, da der Schreibstil angenehm und die Geschichte sehr altersgerecht geschrieben ist. Die Zeichnungen haben mir immer Freude bereitet und beim erneuten Durchblättern entdeckt man auch immer wieder etwas anderes in den Zeichnungen.
Die Wende nach der Entdeckung des Biestes fand ich sehr schön umgesetzt und hat der Geschichte nochmal eine ganz andere Tiefe verliehen. Und mit dem letzten Satz hat sich quasi der nächste Band schon von alleine angekündigt :)

Ich empfehle dieses Buch allen Kindern, die riesige Katzenfans sind und allen Kindern, die gerne eher kürzere Kapitel lesen. Und natürlich allen, die bereits mit Gregs Tagebuch schon durch sind und die Tagebuchform mit den Skizzen lieben.