Heldenepos eines Katers

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dannylovesreading Avatar

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Kater Knutbert führt ein beschauliches Leben – zumindest solange er schlafen, fressen, jagen, klettern oder seine Krallen an Tapete und Möbeln schärfen kann. Dazwischen wird natürlich noch die Welt gerettet und die Bestie gestellt, ein kleiner Snack eingenommen und anschließend ein Nickerchen eingelegt. Wer mit einer Katze zusammenlebt – und ich formuliere bewusst nicht „eine Katze hat“, denn Katzenmenschen wissen, dass vielmehr wir bei unseren Fellnasen leben dürfen und nicht umgekehrt – wird viele der geschilderten Situationen mit einem Schmunzeln wiedererkennen.

Franziska Höllbacher beobachtet den Katzenalltag mit viel Humor und einem scharfen Blick für die kleinen Eigenheiten ihrer felligen Hauptfigur. Daraus hat sie eine echtes Katzenabenteuer entwickelt. Knutberts Gedanken und Erlebnisse sind liebevoll erzählt und treffen viele typische Verhaltensweisen von Hauskatzen erstaunlich gut. Die unerschütterliche Hybris von Knutbert ist ebenso gut eingefangen, wie seine “Kratzer am Rande”, seine Lebensweisheiten. Als Katzenhalterin musste ich an mehreren Stellen lachen, weil ich immer wieder an unseren eigenen tollpatschigen Kater denken musste.

Besonders gelungen sind auch die Illustrationen. Die kleinen Zeichnungen lockern den Text auf, unterstreichen den Witz der einzelnen Episoden und verleihen dem Buch zusätzlichen Charme.

Die Berichte aus dem Alltag von Kater Knutbert sind durchweg unterhaltsam und eignen sich hervorragend für zwischendurch. Allerdings hat die Geschichte hi und da doch einige Längen.

Dennoch ist Cats Tagebuch – Lass die Ratte aus dem Sack! eine liebevolle und humorvolle Lektüre für alle Katzenfreunde. Wer das eigenwillige Wesen von Stubentigern kennt und schätzt, wird sich in vielen Szenen wiederfinden und gut unterhalten fühlen. Deshalb vergebe ich gerne 4 von 5 Sternen.