Katerchaos in Tagebuchformat

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jennifer Avatar

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"Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack!" ist ein wunderbar humorvolles Kinderbuch, das komplett in Tagebuchform aus der Sicht des Katers Knutbert erzählt wird. Seine "Katerstrophenberichte" sind nicht nur witzig formuliert, sondern werden durch viele Comicelemente ergänzt, die die kurzen Kapitel auflockern und den Lesefluss spürbar erleichtern. Immer wieder taucht darin auch die Kategorie "Kratzer am Rande" auf - kleine Infokästen, in denen Knutbert zum Beispiel erklärt, welche Kategorien von Menschen es aus Katzensicht gibt oder warum Katzen selbstverständlich Superhelden sind. Gerade Kinder, die nicht gerne oder lange lesen, können der Handlung dadurch gut folgen und bleiben motiviert.

Die Figuren sind liebevoll und mit einem deutlichen Augenzwinkern dargestellt. Im Mittelpunkt steht natürlich Knutbert, der den Spruch "Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal" sehr ernst nimmt. Er hat keine Besitzer, sondern Angestellte, die er großzügig bei sich wohnen lässt: Alma, die Katzen nicht mag, Carlo, der ständig mit dem Staubsauger nervt, Lena, die immerhin oft etwas Essbares für ihn bereithält, und Franz, der für Knutbert den höchsten Rang der Tauglichen erreicht, weil er gerne krault und ihn regelmäßig als Superhelden zeichnet.

Knutberts Alltag besteht aus Schlafen und Fressen, doch die Ruhe wird immer wieder von der Nachbarin Frau Merlinger gestört, die ständig klingelt und sich über ein Biest beschwert, das angeblich in der Nachbarschaft sein Unwesen treibt. Umgekippte Mülltonnen, Kratzer am Auto - natürlich wird Knutbert verdächtigt und sogar mit dem Tierheim bedroht. Also macht er sich auf, in seinem Revier nach Informationen über dieses Biest zu suchen.

Dabei helfen ihm seine tierischen Nachbarn: Ingrid, die Schildkröte von Frau Merlinger; Ralf, das Rotkehlchen, dessen lautes Gezwitscher ihn nervt und das er eines Tages definitiv fressen wird; Hektor, der alte Nachbarskater; und Paula, die Blindschleiche, die einfach wie ein Stock herumliegt. Jede Begegnung ist mit viel Witz und Humor beschrieben und bleibt für Kinder gut verständlich. Für Kinder ab neun Jahren ist das Buch ideal - meine Tochter hatte viel Spaß daran. Mein zwölfjähriger Sohn dagegen fand es schon zu kindlich und hat schnell das Interesse verloren.

Besonders schön ist der Abschluss des Buches, denn dort gibt es einen witzigen Selbsttest, mit dem man herausfinden kann, zu welcher Mensch-Kategorie man aus Katzensicht gehört. Das sorgt für ein zusätzliches Schmunzeln und rundet die Geschichte sehr passend ab.

Fazit: "Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack!" überzeugt mit einer charmanten Mischung aus Humor, liebevoll gezeichneten Figuren und einer Erzählweise, die besonders für jüngere Leser leicht zugänglich ist. Die Tagebuchform, die Comicelemente und die "Kratzer am Rande" halten die Geschichte lebendig und sorgen dafür, dass Kinder ab neun Jahren gut abgeholt werden. Durch den Untertitel am Cover ist die Handlung etwas vorhersehbar, was einen halben Stern Abzug gibt, dennoch bleibt es ein rundes, witziges Leseerlebnis.