Lustige Tiergeschichte für Katzenfans

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„Cats Tagebuch – Lass die Ratte aus dem Sack!“ von Franziska Höllbacher erzählt den Alltag aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Kater Knutbert führt Tagebuch und hält darin all die „Katerstrophen“ fest, mit denen er sich herumschlagen muss. Schließlich wird sein streng geregelter Tagesablauf aus Schlafen, Fressen und anderen wichtigen Katzenangelegenheiten ständig von Menschen und Tieren durcheinandergebracht. Was für andere ganz gewöhnliche Situationen sind, wird aus Knutberts Sicht schnell zu einer kleinen Katastrophe. Besonders gelungen ist dabei Knutbert als Hauptfigur. Er ist selbstbewusst, frech, manchmal ziemlich eingebildet und selbstverständlich davon überzeugt, dass Katzen den Menschen überlegen sind. Die Menschen seiner Familie betrachtet er dementsprechend weniger als Besitzer und vielmehr als Mitbewohner, die er großzügigerweise bei sich wohnen lässt. Gerade diese übertriebene Sichtweise macht ihn sympathisch und sorgt immer wieder für lustige Situationen. Wer Katzen kennt, wird außerdem manche typische Verhaltensweise wiedererkennen. Der Schreibstil passt sehr gut zur Geschichte und zur angesprochenen Altersgruppe. Die Sprache ist locker, leicht verständlich und voller humorvoller Bemerkungen, Wortspiele und Übertreibungen. Knutbert spricht die Leserinnen und Leser immer wieder direkt an, wodurch schnell das Gefühl entsteht, tatsächlich in seinem persönlichen Tagebuch zu lesen. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und hat zu fast allem eine Meinung – natürlich grundsätzlich die richtige. Sehr gelungen ist auch die Verbindung von Text und Illustrationen. Unterschiedliche Schriftgrößen, kleine Zeichnungen, Sprechblasen und handschriftlich wirkende Ergänzungen sorgen für Abwechslung und machen die Seiten lebendig. Da sowohl Text als auch Illustrationen von Franziska Höllbacher stammen, wirken beide Elemente besonders stimmig miteinander verbunden. Auch für Kinder, die längere Textseiten eher abschreckend finden, dürfte diese Gestaltung motivierend sein. Neben Knutbert sorgen die weiteren Figuren für Abwechslung. Besonders Franz scheint einen besonderen Platz bei ihm zu haben, auch wenn ein selbstbewusster Kater wie Knutbert das natürlich nur ungern offen zugeben würde. Andere Menschen und Tiere werden dagegen gnadenlos nach seinen ganz eigenen Maßstäben beurteilt. Dadurch entwickeln die Figuren schon nach kurzer Zeit einen hohen Wiedererkennungswert. Insgesamt wirklich eine unterhaltsame, leicht zu lesende und sehr humorvoll gestaltete Geschichte. Besonders empfehlenswert ist das Buch für Kinder, die lustige Tiergeschichten, Tagebuchromane und viele Illustrationen mögen. Auch Katzenfans dürften an Knutberts eigenwilliger Sicht auf Menschen und den Alltag ihren Spaß haben.