Eigentlich ging es nur um das Eine

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athene1989 Avatar

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Wenn ich den Klapptext von „Chased by Sins and Sorrows – Hearts of the Hunted“ von Ophelia L. Nightfall lese, dann bin ich direkt gefesselt und gespannt auf die Story. Denn Devrim lebt in einem Land, das Hexen verachtet und verbrennt. Das darf sie niemals vergessen, denn ihre Mutter wurde bereits auf einem Scheiterhaufen hingerichtet. Am Hof lebt sie in ständiger Angst um sich und ihre Schwester Meera, die die Verlobte des Königs ist. Als Meera vergiftet wird, macht man Devrim dafür verantwortlich und diese flieht mit Hilfe des Werwolfes Tyr. Doch der König setzt den Vampiren Licas Razvan auf sie an, den General des Nachbarlandes. Er wird von dem Wahrsager Samuel begleitet. Doch aus Jäger und Gejagten werden schließlich Verbündete und nicht nur das.
Die Story wäre so interessant gewesen und der Anfang des Buches war unglaublich vielversprechend. Bis Devrim mit Tyr geflohen ist und dann beide auf die anderen zwei getroffen sind. Ab da ging die Geschichte nicht mehr wirklich vorwärts. Erst zum Ende hin, hat die Geschichte wieder Fahrt aufgenommen und wurde da schon fast zu rasant, wenn ich es mit dem Vorher vergleiche. Da wurde dann schnell noch alles aufgenommen, um die Leser neugierig auf Band zwei zu machen. Das hat bei mir leider überhaupt nicht geklappt. Die Story hatte so viel Potential mit einer Hexe, einem Vampir, einem Wehrwolf und einem Wahrsager gegen Intrigen und allem und dann wurde einfach nur Wert auf die Beziehungen der vier gelegt. Das wäre vielleicht noch gut gewesen, wenn das wenigstens ordentlich geschrieben worden wäre, aber das war es leider auch nicht. Die Charaktere und Beziehungen hatten keinerlei Tiefe, kaum Emotionen, außer dass gefühlt jeder jeden wollte, und es ging nur um das Eine. Devrim liebt alle Männer auf ihre eigene Art und jeder von denen liebt sie. Und dann wollen Samuel und Licas sich auch noch. Dann machen sie alle noch zusammen rum, bis auf Samuel, der guckt meistens zu. Und das war an sich schon die Geschichte. Hin und wieder kommen noch kleinere Gefahren hinzu, wie Dorfbewohner oder dass Devrim ihre Magie nicht beherrschen kann, aber das war es im Grunde. Ich habe nichts gegen spice und inzwischen gehört es ja auch in jedes Buch mit rein, in unterschiedlichen Mengen, aber dann sollte es auch gut geschrieben sein. Aber hier war alles einfach nur oberflächlich und hat mich null mitgenommen. Das einzige Gute war, dass die Kapitel die Charaktere gewechselt haben. Die meisten waren aus Devrims Sicht, aber jeder der drei Männer hat seine eigenen Gedanken und Gefühle somit auch bekommen, die nur leider nicht gut ausgearbeitet waren. Das Buch bekommt von mir zwei Sterne.