Viel Romance und Gefühl

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moonbird Avatar

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Ein Romantasy-Buch mit leichtem und flüssigen Schreibstil. Das Buch lässt sich sehr zügig durchlesen und bietet ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Die bunte Mischung aus verschiedenen Fantasywesen – Hexe, Werwolf, Vampir, Seher – ist ein absolutes Highlight für mich. Besonders der Werwolf und Devrim haben sich schnell zu meinen persönlichen Lieblingsfiguren entwickelt - da sie natürlich auch ihre Vorgeschichte haben. Ein weiteres gelungenes Detail ist die Einbindung des historischen Themas der Hexenverfolgung und der Frauen bzw. Heilkundigen aus der Geschichte, was der Handlung einen spannenden Hintergrund verleiht. Und mir als kleiner Zusatzplot sehr gut gefallen hat.

Bezüglich Plot und eigentliche Geschichte - die Romance steht eindeutig im Mittelpunkt und macht den Großteil des Plots aus – wer viel Fokus auf Liebesbeziehungen mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Besonders die Beziehung zwischen den beiden Männern, Samuel und Razvan, hat mir außerordentlich gut gefallen. Meist dreht es sich bei Why-Choose eher um die Frau, was in diesem Buch aber überhaupt nicht der Fall war.
Grundsätzlich finde ich das ganz toll aber der Nachteil dabei ist meiner Meinung nach, das sich aufgrund der niedrigen Seitenzahl die Beziehungen sehr schnell zwischen allen beteiligten entwickeln müssen (bei fast jeder mit jedem gibt es bei vier Beteiligten ja viel zu erzählen). Dafür gibt es in den Beziehungen erstaunlich wenige Probleme, alles wirkt sehr einfach und problemlos und alle sind sich sofort einig - wer mit wem.
Es ist schon ein sehr großer Zufall, wie sich die vier Hauptfiguren zusammenfinden und plötzlich gegenseitige Gefühle füreinander hegen (wobei der Werwolf hier etwas aus dem Rahmen fällt). Das Ganze wirkt dann doch recht rosarot und unkompliziert und hätte meiner Meinung nach gerne etwas mehr Drama vertragen.

An manchen Stellen fehlt es sowohl der Geschichte als auch den Charakteren etwas an Tiefe. Zudem ist das Erzähltempo stellenweise etwas unruhig: In manchen Phasen überschlagen sich die Ereignisse fast zu schnell, während es an anderer Stelle – wie im Mittelteil während des Aufenthalts in der Hütte – etwas schleppend vorangeht und ausser der Verarbeitung von Devrims Trauer nicht allzu viel passiert.

Trotz kleinerer Schwächen bei der Tiefe und im Timing ist es eine wirklich gelungene und charmante Lektüre mit tollen Charakteren, einer bunten Wesen-Mischung und viel Gefühl. Für Fans von romantischer Fantasy sehr zu empfehlen!