Viel spice, leider wenig Handlung
Dies ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Der Klappentext hat mich direkt angesprochen, da ich mal wieder richtig Lust auf eine Geschichte mit Werwölfen und Vampiren hatte. Die Andeutungen auf Spice haben mich dann endgültig davon überzeugt, das Buch zu kaufen.
Inhaltlich konnte mich die Geschichte jedoch nicht ganz überzeugen. Die rund 400 Seiten bieten leider kaum einen wirklich spannungsgeladenen Handlungsbogen. Die Story plätschert größtenteils ereignislos vor sich hin, bis gegen Ende der notwendige Cliffhanger kommt, der auf den zweiten Teil aufbaut. Der Fokus liegt dabei vor allem auf dem Zusammenleben der fünf sehr unterschiedlichen Charaktere in der Waldhütte sowie auf ihren Gefühlswelten und inneren Zerrissenheiten – sowohl sich selbst als auch den anderen gegenüber.
Dazwischen gibt es immer wieder größere Zeitsprünge, die teilweise mit einem einzigen Satz abgehandelt werden. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn die Flucht und das anschließende Zusammenleben der Charaktere in einem engeren Zeitrahmen erzählt worden wären. So hätten sich meiner Meinung nach sowohl die Spannung als auch die emotionalen Verbindungen zwischen den Figuren interessanter entwickeln können. Stattdessen wirkte der Verlauf auf mich stellenweise etwas gehetzt.
Ein Punkt im letzten Drittel der Handlung hat mich dann doch ziemlich gestört: Hier hatte ich sehr das Gefühl, dass die Autorin möglichst unkompliziert eine Erklärung dafür finden wollte, weshalb einer der Charaktere seinen ursprünglichen Pflichten entgehen kann – und damit gleichzeitig den Weg für weitere spicy Szenen zwischen Devrim und ihm freimacht. Die Lösung fand ich beim Lesen allerdings ziemlich befremdlich und schlichtweg zu einfach.
Durch die fehlende Handlung und die mangelnde Vertiefung der Beziehungen empfand ich auch die Tension zwischen den Charakteren als eher unauthentisch und für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
Die am ausführlichsten ausgearbeiteten Handlungsstränge waren für mich letztendlich die intimen Szenen zwischen den Charakteren. Diese waren sehr sinnlich und schön geschrieben. Besonders positiv ist mir dabei aufgefallen, dass Konsens jedes Mal großgeschrieben wurde, was ich sehr begrüßt habe. Auch der allgemein angenehme Schreibstil hat das Leseerlebnis für mich etwas aufgewertet.
Fazit: Wer einen spicy Roman sucht und keine allzu großen Erwartungen an die Handlung oder das Worldbuilding hat, kann mit Chased by Sins and Sorrow durchaus seine Freude haben. Wer sich hingegen mehr Spannung, Worldbuilding und Kontext wünscht, wird hier meiner Meinung nach eher nicht glücklich.
Inhaltlich konnte mich die Geschichte jedoch nicht ganz überzeugen. Die rund 400 Seiten bieten leider kaum einen wirklich spannungsgeladenen Handlungsbogen. Die Story plätschert größtenteils ereignislos vor sich hin, bis gegen Ende der notwendige Cliffhanger kommt, der auf den zweiten Teil aufbaut. Der Fokus liegt dabei vor allem auf dem Zusammenleben der fünf sehr unterschiedlichen Charaktere in der Waldhütte sowie auf ihren Gefühlswelten und inneren Zerrissenheiten – sowohl sich selbst als auch den anderen gegenüber.
Dazwischen gibt es immer wieder größere Zeitsprünge, die teilweise mit einem einzigen Satz abgehandelt werden. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn die Flucht und das anschließende Zusammenleben der Charaktere in einem engeren Zeitrahmen erzählt worden wären. So hätten sich meiner Meinung nach sowohl die Spannung als auch die emotionalen Verbindungen zwischen den Figuren interessanter entwickeln können. Stattdessen wirkte der Verlauf auf mich stellenweise etwas gehetzt.
Ein Punkt im letzten Drittel der Handlung hat mich dann doch ziemlich gestört: Hier hatte ich sehr das Gefühl, dass die Autorin möglichst unkompliziert eine Erklärung dafür finden wollte, weshalb einer der Charaktere seinen ursprünglichen Pflichten entgehen kann – und damit gleichzeitig den Weg für weitere spicy Szenen zwischen Devrim und ihm freimacht. Die Lösung fand ich beim Lesen allerdings ziemlich befremdlich und schlichtweg zu einfach.
Durch die fehlende Handlung und die mangelnde Vertiefung der Beziehungen empfand ich auch die Tension zwischen den Charakteren als eher unauthentisch und für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
Die am ausführlichsten ausgearbeiteten Handlungsstränge waren für mich letztendlich die intimen Szenen zwischen den Charakteren. Diese waren sehr sinnlich und schön geschrieben. Besonders positiv ist mir dabei aufgefallen, dass Konsens jedes Mal großgeschrieben wurde, was ich sehr begrüßt habe. Auch der allgemein angenehme Schreibstil hat das Leseerlebnis für mich etwas aufgewertet.
Fazit: Wer einen spicy Roman sucht und keine allzu großen Erwartungen an die Handlung oder das Worldbuilding hat, kann mit Chased by Sins and Sorrow durchaus seine Freude haben. Wer sich hingegen mehr Spannung, Worldbuilding und Kontext wünscht, wird hier meiner Meinung nach eher nicht glücklich.