Wenig Fantasy, langgezogene Story, queere Beziehungsformen

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Der Klappentext und auch die Leseprobe waren sehr vielversprechend. Eine Hexe als Protagonistin, die auf einen Vampir trifft, mit Freunden aus Werwolf und Wahrsager
Die Geschichte spielt in einem erfundenen Setting, mit verschiedenen Fraktionen, die mehr oder minder von einer Klasse dominiert werden.
Viel Potenzial, doch nach der anfänglichen Einführung, wechselt die Erzählperspektive von einer zur mehreren Erzählperspektiven, was hätte spannend sein können, wäre nicht ein und diese ‚Stelle‘ aus verschiedenen Sichtweisen erzählt worden. Dadurch war knapp ¼ des Buches gelesen, ohne dass groß was passiert ist.
Diese Erzählweise zieht sich zum Glück nicht durch das Buch, trotzdem wird es danach auch nicht spannender. Es plätschert nur so vor sich hin.
Hinzukommt, dass alle Wendepunkte sehr erzwungen und konstruiert erscheinen und dadurch ebenfalls keine Spannung aufkam.
Ein wenig skeptisch war ich, als ich las, dass die Geschichte sich in einer alten Hütte abspielen sollte, doch da ich bereits ein anderes Buch mit solch einem Setting las, das mich restlos begeistern konnte, hatte ich hier ebenfalls die Hoffnung auf eine tolle Geschichte.
Leider geschieht in der Hütte, die fast das restliche Buch einnimmt, auch nicht viel. Das Einzige, was passiert, sind diverse Beziehungskonstellationen, die in der Schnelligkeit jedoch leider ebenfalls mehr erzwungen als natürlich gewachsen scheinen. Zumal im einen Moment Eifersucht zwischen den Parteien herrscht und ohne große Aufarbeitung, erledigt sich das gefühlte zwei Seiten später wieder.
Durch das ganze haben die Charaktere auch keine Tiefe bekommen und waren eher Widersprüchlich als Logisch.
Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich dieses Buch abgebrochen.
Positiv erwähnen kann ich den Schreibstil, der sich leicht lesen ließ und das Vorhandensein von Polyamorie, so wie queeren Beziehungsformen.