Zu viel Spice und zu wenig Handlung

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pandas_bücherblog Avatar

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Das Cover gefällt mir gut, auch wenn mir die Figur darauf nicht ganz so gut gefällt. Der Schreibstil ist einfach und lässt sich flüssig lesen. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen der Umgebung und die ganze Atmosphäre, allerdings fand ich, dass einige Formulierungen nicht ganz zum Setting und den Charakteren gepasst haben.

Das Buch wird aus der Sicht der vier Protagonisten erzählt, was mir gefallen hat, weil man dadurch einen besseren Einblick in ihre Gefühlswelt und ihre Absichten bekommt. Die Charaktere sind auch ganz gut ausgearbeitet, kratzen mir aber immer noch zu sehr an der Oberfläche. Ich wusste zwar, dass es sich hier um eine spicy Why-Choose-Romantasy handelt, fand aber dennoch, dass die spicy Szenen etwas Überhand genommen haben. Und ich habe absolut nichts gegen explizite Szenen, weil ich sie gerne lese. Aber bei dieser Geschichte hatte ich das Gefühl, dass der eigentliche Plot die Liebesbeziehung der vier Protagonisten ist und der Mordfall rund um Meera und Devrims Flucht eher nebensächlich sind. In fast jedem Kapitel herrscht eine Anziehung/Spannung zwischen den Protagonisten, die sexuell aufgeladen ist - oft auch in völlig unpassenden Situationen wie ich fand. Ich hätte mir gewünscht, dass der eigentliche Plot mehr Aufmerksamkeit bekommen hätte, denn erst ganz zum Ende hin nimmt das Buch endlich wieder an Fahrt auf. Die meiste Zeit über plätschert die Handlung leider etwas vor sich hin und die Hütte, in der sie sich versteckt haben, wurde zum Haupthandlungsort.
Das Ende hat mich hingegen richtig neugierig auf die Fortsetzung gemacht, denn dass hier etwas nicht stimmt, habe ich schon länger vermutet. Ob ich dem zweiten Band allerdings eine Chance geben werde, weiß ich noch nicht.

Fazit:
"Chased by Sins and Sorrows" ist ein vielversprechender Auftakt, der sich meiner Meinung nach leider zu sehr in der Liebesbeziehung der Protagonisten verloren hat. Der Geschichte fehlt es an Spannung und Abwechslung, was das Ende leider auch kaum herausreißen konnte.
3/5 Sterne