Eine Formel 1 Saison voller Höhen und Tiefen
„Chasing Hearts“ erzählt die Geschichte von Georgia Dubois und Luca Rossi. Sie ist eine von zwei Formel 1 Fahrerinnen, die für das rein weibliche Valkyrie Formel 1-Team fährt. Er fährt für den großen Traditionsrennstall Hermes und ist der Sohn eines dreifachen Formel 1 Weltmeisters. Das Buch wurde von der britischen Autorin Grace Newman geschrieben und ist 2026 als eBook und Taschenbuch im Knaur Verlag (Verlagsgruppe Droemer Knaur) erschienen. „Chasing Hearts“ ist der erste Band der „Love at Full Speed“ Reihe. Das englische Original ist unter dem Titel „Racing Hearts“ erschienen.
Ein Sports Romance Buch mit Formel 1 Setting von einer Autorin, die diesen Sport scheinbar genauso sehr liebt wie ich, wollte ich unbedingt lesen. Bereits nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich gefühlt hundert Ideen, wie Grace Newman diese spannende Idee umgesetzt haben könnte. Rückblickend betrachtet, muss ich leider sagen, dass die Liebesgeschichte von Georgia und Luca für mich zwar fast perfekt war, mich die Umsetzung des Formel 1 Settings aber fassungslos zurückgelassen hat.
Mit den beiden Hauptcharakteren hat Grace Newman zwei Charaktere erschaffen, die für mich perfekt zur Geschichte gepasst haben. Georgia ist eine junge Frau, die ihre Ziele ganz genau kennt und die definitiv nicht auf den Mund gefallen ist. Ein weiblicher Hauptcharakter, der mir auf Anhieb sympathisch war. Ich habe sie für ihr Rückgrat bewundert und für ihren scheinbar unerschütterlichen Ehrgeiz meinen imaginären Hut vor ihr gezogen. Luca ist ein junger Mann, der am Scheideweg seines Lebens steht und im entscheidenden Moment großen Mut beweist. Trotz seiner großen Klappe war auch er mir auf Anhieb sympathisch. Wer Geduld hat und sich nicht vom ersten Eindruck täuschen lässt, der lernt einen männlichen Hauptcharakter kennen, der einfühlsam sein kann und der für die Menschen, die ihm am Herzen liegen durchs Feuer gehen würde.
An Georgia und Luca haben mir tatsächlich ihre Ecken und Kanten gefallen. Die beiden wirkten dadurch nicht nur authentisch, sondern wurden für mich dadurch auch greifbarer. Besonders gefallen hat mir, dass ich sowohl das Verhalten als auch die Entscheidungen der beiden unabhängig vom „Black Moment“ stets nachvollziehen konnte. Das hat mich positiv überrascht, weil ich in der Regel mit dem Verhalten und den Entscheidungen des weiblichen Hauptcharakters meine Probleme habe und das war bei Georgia überhaupt nicht der Fall.
Meiner Meinung nach ist es Grace Newman gelungen eine fast perfekte Liebesgeschichte zu schreiben. Auf Anhieb habe ich Georgia und Luca in mein Herz geschlossen und ich habe von der ersten Seite an ihrem gemeinsamen Happy End entgegengefiebert. Ich habe mit den beiden gelacht und geweint, mich riesig gefreut, als sie sich endlich ihre Liebe füreinander gestanden habe und jedes Mal vor Spannung den Atem angehalten, wenn die beiden eine weitere Hürde auf ihrem Weg zum gemeinsamen Glück überwinden mussten. Ja, ich war ein bisschen enttäuscht als ich feststellen musste, dass sich Grace Newman für den „Black Moment“ das größte Romance Klischee ausgesucht hatte, sie konnte das Ganze für meinen Geschmack aber damit retten, dass sie die Situation zwischen Georgia und Luca nicht zu sehr in die Länge gezogen hat. Der „Black Moment“ hat meiner positiven Stimmung zwar einen kleinen Dämpfer verpasst, er hatte am Ende aber keinen nennenswerten negativen Einfluss auf mein Leseerlebnis.
Wäre „Chasing Hearts“ ein normales Romance Buch, dann wäre die Geschichte von Georgia und Luca für mich ein 5 Sterne Buch, dass definitiv Potenzial zum Jahreshighlight hätte. „Chasing Hearts“ ist aber kein normales Romance Buch, sondern ein Sports Romance Buch mit Formel 1 Setting. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich ein großer Formel 1 Fan bin und diesen Sport seit mittlerweile 20 Jahren verfolge. Ich gehöre also weder zu den „Fans“ die die Formel 1 nur durch die Netflix Serie „Drive to Survive“ kennen noch zu den Lesern, die diesen Sport erst durch ein anderes Sports Romance Buch mit Formel 1 Setting kennen gelernt haben. Ich bin also eine Leserin, die gewisse Erwartungen an diese Art von Sports Romance Büchern hat. Erwartungen die „Chasing Hearts“ definitiv nicht erfüllen konnte.
Ich könnte mich an dieser Stelle jetzt über all die kleinen und großen Fehler aufregen, die die Welt der Formel 1 völlig falsch darstellen und die sich leider wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen. Fehler die einer Autorin, die sich selbst als „Formel 1 Fan“ bezeichnet, meiner Meinung nach nicht passieren sollten. Ich lasse es aber, weil es nicht nur den Rahmen meiner Rezension sprengen, sondern auch massiv spoilern würde. Trotzdem finde ich es Schade, dass sich Grace Newman bei der Darstellung der Formel 1 so wenig Mühe gegeben hat.
Mein größter Kritikpunkt ist gleichzeitig der Grund, warum mich die Umsetzung des Formel 1 Settings fassungslos zurückgelassen hat. Grace Newman beschreibt in „Chasing Hearts“ ein ganz bestimmtes Szenario. Sowohl Georgia Dubois als auch das Valkyrie Formel 1-Team befinden sich in diesem Szenario in einer ganz bestimmten Phase innerhalb ihrer Karrieren. Man könnte jetzt argumentieren „Chasing Hearts“ ist eine fiktive Geschichte also ist dieses Szenario so doch völlig in Ordnung. Das passt vielleicht für Jemanden, der von der Welt der Formel 1 keine Ahnung hat. Nach 20 Jahren habe ich von diesem Sport aber genug Ahnung, um zu wissen, dass dieses Szenario sehr unrealistisch ist. Für mich ist daher nicht nachvollziehbar, warum sich Grace Newman, die sich selbst als „Formel 1 Fan“ bezeichnet, für dieses Szenario entschieden hat.
Positiv überrascht hat mich hingegen die Darstellung der weiblichen Charaktere. Aktuell (Saison 2026) ist die Formel 1 ein reiner Männersport und wenn man sich Mal anschaut, was es braucht, um einen der 22 Plätze in der Formel 1 zu bekommen, dann wird sich an diesem Zustand wahrscheinlich auch nicht so schnell was ändern. Eine Geschichte über eine Formel 1 Fahrerin fand ich daher ganz besonders spannend und für mich hat die Autorin, das Ganze authentisch umgesetzt. In den unterschiedlichsten Momenten dürfte ich als Leserin miterleben, wie sich Georgia gegen ihre männlichen Kollegen beweisen musste und dabei auf sehr viel Widerstand stößt. Meiner Meinung nach hat man auf Anhieb gemerkt, dass Grace Newman hier ihre eigenen Erfahrungen verarbeitet hat.
Den Schreibstil einer Autorin anhand einer Übersetzung zu bewerten finde ich immer schwierig, weil beim Übersetzten meiner Meinung nach leider immer ein Stückweit, der Charakter des Schreibstils verloren geht. In „Chasing Hearts“ fällt das sogar bei der Wortwahl auf, die für mich leider nicht zum Formel 1 Setting gepasst hat. Glücklicherweise ließ sich die Geschichte halbwegs flüssig lesen. Ja, ich finde es positiv, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Georgia als auch aus der von Luca erzählt wird. So hatte ich wenigstens die Chance an den Gedanken von beiden Hauptcharakteren teilzuhaben, trotzdem hätte ich mir eine gleichmäßigere Verteilung der Sichten gewünscht.
Fazit
„Chasing Hearts“ hatte dank der fast perfekten Liebesgeschichte Potenzial zu einem 5 Sterne Buch, leider wird dieses Potenzial durch die unrealistische Darstellung des Formel 1 Settings Zunichte gemacht.
Ein Sports Romance Buch mit Formel 1 Setting von einer Autorin, die diesen Sport scheinbar genauso sehr liebt wie ich, wollte ich unbedingt lesen. Bereits nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich gefühlt hundert Ideen, wie Grace Newman diese spannende Idee umgesetzt haben könnte. Rückblickend betrachtet, muss ich leider sagen, dass die Liebesgeschichte von Georgia und Luca für mich zwar fast perfekt war, mich die Umsetzung des Formel 1 Settings aber fassungslos zurückgelassen hat.
Mit den beiden Hauptcharakteren hat Grace Newman zwei Charaktere erschaffen, die für mich perfekt zur Geschichte gepasst haben. Georgia ist eine junge Frau, die ihre Ziele ganz genau kennt und die definitiv nicht auf den Mund gefallen ist. Ein weiblicher Hauptcharakter, der mir auf Anhieb sympathisch war. Ich habe sie für ihr Rückgrat bewundert und für ihren scheinbar unerschütterlichen Ehrgeiz meinen imaginären Hut vor ihr gezogen. Luca ist ein junger Mann, der am Scheideweg seines Lebens steht und im entscheidenden Moment großen Mut beweist. Trotz seiner großen Klappe war auch er mir auf Anhieb sympathisch. Wer Geduld hat und sich nicht vom ersten Eindruck täuschen lässt, der lernt einen männlichen Hauptcharakter kennen, der einfühlsam sein kann und der für die Menschen, die ihm am Herzen liegen durchs Feuer gehen würde.
An Georgia und Luca haben mir tatsächlich ihre Ecken und Kanten gefallen. Die beiden wirkten dadurch nicht nur authentisch, sondern wurden für mich dadurch auch greifbarer. Besonders gefallen hat mir, dass ich sowohl das Verhalten als auch die Entscheidungen der beiden unabhängig vom „Black Moment“ stets nachvollziehen konnte. Das hat mich positiv überrascht, weil ich in der Regel mit dem Verhalten und den Entscheidungen des weiblichen Hauptcharakters meine Probleme habe und das war bei Georgia überhaupt nicht der Fall.
Meiner Meinung nach ist es Grace Newman gelungen eine fast perfekte Liebesgeschichte zu schreiben. Auf Anhieb habe ich Georgia und Luca in mein Herz geschlossen und ich habe von der ersten Seite an ihrem gemeinsamen Happy End entgegengefiebert. Ich habe mit den beiden gelacht und geweint, mich riesig gefreut, als sie sich endlich ihre Liebe füreinander gestanden habe und jedes Mal vor Spannung den Atem angehalten, wenn die beiden eine weitere Hürde auf ihrem Weg zum gemeinsamen Glück überwinden mussten. Ja, ich war ein bisschen enttäuscht als ich feststellen musste, dass sich Grace Newman für den „Black Moment“ das größte Romance Klischee ausgesucht hatte, sie konnte das Ganze für meinen Geschmack aber damit retten, dass sie die Situation zwischen Georgia und Luca nicht zu sehr in die Länge gezogen hat. Der „Black Moment“ hat meiner positiven Stimmung zwar einen kleinen Dämpfer verpasst, er hatte am Ende aber keinen nennenswerten negativen Einfluss auf mein Leseerlebnis.
Wäre „Chasing Hearts“ ein normales Romance Buch, dann wäre die Geschichte von Georgia und Luca für mich ein 5 Sterne Buch, dass definitiv Potenzial zum Jahreshighlight hätte. „Chasing Hearts“ ist aber kein normales Romance Buch, sondern ein Sports Romance Buch mit Formel 1 Setting. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich ein großer Formel 1 Fan bin und diesen Sport seit mittlerweile 20 Jahren verfolge. Ich gehöre also weder zu den „Fans“ die die Formel 1 nur durch die Netflix Serie „Drive to Survive“ kennen noch zu den Lesern, die diesen Sport erst durch ein anderes Sports Romance Buch mit Formel 1 Setting kennen gelernt haben. Ich bin also eine Leserin, die gewisse Erwartungen an diese Art von Sports Romance Büchern hat. Erwartungen die „Chasing Hearts“ definitiv nicht erfüllen konnte.
Ich könnte mich an dieser Stelle jetzt über all die kleinen und großen Fehler aufregen, die die Welt der Formel 1 völlig falsch darstellen und die sich leider wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen. Fehler die einer Autorin, die sich selbst als „Formel 1 Fan“ bezeichnet, meiner Meinung nach nicht passieren sollten. Ich lasse es aber, weil es nicht nur den Rahmen meiner Rezension sprengen, sondern auch massiv spoilern würde. Trotzdem finde ich es Schade, dass sich Grace Newman bei der Darstellung der Formel 1 so wenig Mühe gegeben hat.
Mein größter Kritikpunkt ist gleichzeitig der Grund, warum mich die Umsetzung des Formel 1 Settings fassungslos zurückgelassen hat. Grace Newman beschreibt in „Chasing Hearts“ ein ganz bestimmtes Szenario. Sowohl Georgia Dubois als auch das Valkyrie Formel 1-Team befinden sich in diesem Szenario in einer ganz bestimmten Phase innerhalb ihrer Karrieren. Man könnte jetzt argumentieren „Chasing Hearts“ ist eine fiktive Geschichte also ist dieses Szenario so doch völlig in Ordnung. Das passt vielleicht für Jemanden, der von der Welt der Formel 1 keine Ahnung hat. Nach 20 Jahren habe ich von diesem Sport aber genug Ahnung, um zu wissen, dass dieses Szenario sehr unrealistisch ist. Für mich ist daher nicht nachvollziehbar, warum sich Grace Newman, die sich selbst als „Formel 1 Fan“ bezeichnet, für dieses Szenario entschieden hat.
Positiv überrascht hat mich hingegen die Darstellung der weiblichen Charaktere. Aktuell (Saison 2026) ist die Formel 1 ein reiner Männersport und wenn man sich Mal anschaut, was es braucht, um einen der 22 Plätze in der Formel 1 zu bekommen, dann wird sich an diesem Zustand wahrscheinlich auch nicht so schnell was ändern. Eine Geschichte über eine Formel 1 Fahrerin fand ich daher ganz besonders spannend und für mich hat die Autorin, das Ganze authentisch umgesetzt. In den unterschiedlichsten Momenten dürfte ich als Leserin miterleben, wie sich Georgia gegen ihre männlichen Kollegen beweisen musste und dabei auf sehr viel Widerstand stößt. Meiner Meinung nach hat man auf Anhieb gemerkt, dass Grace Newman hier ihre eigenen Erfahrungen verarbeitet hat.
Den Schreibstil einer Autorin anhand einer Übersetzung zu bewerten finde ich immer schwierig, weil beim Übersetzten meiner Meinung nach leider immer ein Stückweit, der Charakter des Schreibstils verloren geht. In „Chasing Hearts“ fällt das sogar bei der Wortwahl auf, die für mich leider nicht zum Formel 1 Setting gepasst hat. Glücklicherweise ließ sich die Geschichte halbwegs flüssig lesen. Ja, ich finde es positiv, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Georgia als auch aus der von Luca erzählt wird. So hatte ich wenigstens die Chance an den Gedanken von beiden Hauptcharakteren teilzuhaben, trotzdem hätte ich mir eine gleichmäßigere Verteilung der Sichten gewünscht.
Fazit
„Chasing Hearts“ hatte dank der fast perfekten Liebesgeschichte Potenzial zu einem 5 Sterne Buch, leider wird dieses Potenzial durch die unrealistische Darstellung des Formel 1 Settings Zunichte gemacht.