Ein Buch - zwei Perspektiven

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michelle.hobbies.and.coffee Avatar

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Schon das Cover und der traumhafte Farbschnitt von "Chimaira: Malin & Maira" haben mich begeistert. Aber nicht nur die äußere Gestaltung ist etwas Besonderes, sondern auch die Idee hinter dem Buch: Die Geschichte wird als Wendebuch erzählt – ein Konzept, das ich in dieser Form bisher noch nicht kannte und das mich direkt neugierig gemacht hat.

Besonders gelungen finde ich die Umsetzung der beiden Perspektiven. Sie ermöglichen unterschiedliche Einblicke in die Geschichte und sorgen dafür, dass die Spannung lange erhalten bleibt. Auch die Gestaltung der Kapitelüberschriften ist wunderbar auf das besondere Konzept abgestimmt.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, sodass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Die Spannung entwickelt sich dabei nach und nach. Im Mittelpunkt stehen vor allem die beiden Protagonistinnen. Ich konnte ihre Handlungen und Entscheidungen gut nachvollziehen und fand es interessant, die Geschichte aus ihren unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben. Neben der spannenden Grundidee greift das Buch auch zahlreiche wichtige Themen auf: Zugehörigkeit, Neid, Selbstfindung, Selbstvertrauen, Freundschaften und Gruppendynamiken. Besonders schön finde ich, dass diese Themen eng mit den Figuren und ihren Erlebnissen verknüpft sind. Das ist hier wirklich gut gelungen und wirkt nicht konstruiert.

Gleichzeitig merkt man der Geschichte deutlich an, dass sie sich vor allem an ein jugendliches Publikum richtet. Das ist natürlich überhaupt nichts Schlechtes und passt sowohl zu den Figuren als auch zu den behandelten Themen. Für mich persönlich war es dadurch allerdings eher eine schöne und interessante Lektüre als ein absolutes Highlight.

Insgesamt hat mir "Chimaira: Malin & Maira" gut gefallen. Besonders das außergewöhnliche Wendebuch-Konzept, die gelungene Gestaltung und die unterschiedlichen Perspektiven machen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Eine interessante Geschichte mit wichtigen Themen, die ich vor allem jugendlichen Leser*innen empfehlen würde.