Cozy Setting
Mit Cinnamon Spice Love habe ich definitiv das richtige Buch für den Start in die Herbstsaison erwischt. Eine kleine Stadt, ein Familienhotel, Kürbisfest, Zimtschnecken und natürlich ganz viel Herbststimmung.
Madison kehrt nach Jahren zurück nach Maple Falls, weil ihr Vater Unterstützung im Familienhotel braucht. Eigentlich hat sie ihr altes Leben dort längst hinter sich gelassen und sich in New York etwas Eigenes aufgebaut. Doch mit ihrer Rückkehr trifft sie auch wieder auf Zach, ihre erste große Liebe. Und wie zu erwarten war, sind die Gefühle füreinander nicht einfach verschwunden.
Second Chance Romances sind für mich immer ein Hit-or-Miss. Selten funktioniert es gut, aber Cinnamon Spice Love ist es gelungen. Man merkt, dass zwischen Madison und Zach noch einiges aus der Vergangenheit steht und die beiden sich nicht einfach wiedersehen und sofort alles vergessen. Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, war die Kommunikation zwischen den beiden. An einigen Stellen hätte sich vieles meiner Meinung nach deutlich einfacher lösen lassen, wenn sie einfach ehrlich miteinander gesprochen hätten. Gerade weil sie sich schon so lange kennen, war das für mich manchmal etwas schwer nachzuvollziehen.
Dafür hat mir Madisons Entwicklung gut gefallen. Sie setzt sich im Laufe der Geschichte mit ihren eigenen Entscheidungen auseinander und erkennt auch, dass sie sich in der Vergangenheit nicht immer richtig verhalten hat. Das fand ich schön und wichtig für ihre Entwicklung.
Am meisten überzeugt hat mich aber tatsächlich das Setting. Maple Falls und das Cinnamon Spice Inn haben genau diese gemütliche Herbstatmosphäre, die ich mir von einem solchen Buch wünsche. Auch die Bewohner der Kleinstadt und die verschiedenen Nebencharaktere haben gut dazu beigetragen. Besonders Gram mochte ich sehr gerne.
Die kurzen Kapitel haben außerdem dafür gesorgt, dass sich das Buch schnell und unkompliziert lesen lässt. Nur im Mittelteil hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas im Kreis dreht und ein paar Szenen weniger wahrscheinlich nicht geschadet hätten.