was war das bitte? nicht mein Fall

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paulinemathildew Avatar

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Ich mag das Cover, auch, wenn ich es immer wieder anstarre und überlege, ob es nicht vielleicht AI genergiert ist (fänd ich gar nicht gut). Der Schreibstil ist simpel und man kommt relativ schnell voran. Ich muss aber zu Anfang anmerken: Man bekommt innerhalb der ersten 100 Seiten heraus warum es zwischen Madison und Zach beim ersten Mal nicht geklappt hat, und das hats mir leider etwas schwer gemacht, sie zusammen zu sehen. Ich habs nichts gegen Second Chance Liebesgeschichten, aber ich finde der Grund, warum es beim ersten Mal nicht geklappt hat, der muss auch gut sein, der hier, der ist einfach nur unglücklich. Das hat mich etwas aufgeregt. Besonders weil die Protagonistin deswegen irgendwie so eine unlogische Abneigung gegenüber dem Protagonisten hat. Und, was mir auch sofort aufgefallen ist, die Anziehung kickt anders rein. Ich kann es nicht anders sagen, als: Es ist spicy, ohne dass es irgendwie körperlich zwischen den beiden wird, einfach nur weil, in Erinnerungen an früher zum Beispiel, gefühlt ausschließlich körperliches im Mittelpunkt steht. Aber nicht nur da, sie sind von anfang an heiß aufeinander, obwohl sie ihn ja gar nicht mehr leiden kann? Ich weiß nicht, aber mir war das zu viel. Vorallem weil es den Eindruck vermittelt, dass es in der Beziehung nur Körperlich zwischen den beiden war, obwohl immer von Liebe die Rede ist. Um eine Aussage aus dem Buch zu zitieren: "Wir reden nicht miteinander." Das trifft es ziemlich genau auf den Punkt und hat mich extrem genervt, weil es dadurch natürlich wieder zum fast gleichen Missverständnis gekommen ist, an dem ihre Beziehung ursprünglich zerbrochen ist. Und Sorry, aber wenns daran scheitert kann ich nicht dasitzen und denken 'oh ja, bitte kommt wieder zusammen'. Hab die zwei, so wie sie miteiander umgegangen sind, einfach nicht zusammen in einer Beziehung gesehen.

Auch anmerken muss ich, dass ich hier die zweite Auflage gelesen habe und immer wieder über kleine Logikfehler (bei denen es sich zum Großteil um Kontinuitätsfehler handelt, was eigentlich nicht passieren sollte, nicht in dem Ausmaß), Wiederholungen, aber auch Worte gestolpert bin, die im Satz zu viel waren, oder gefehlt haben. Normalerweise seh ich über sowas hinweg, weil Fehler passieren können und Menschlich sind, aber hier war es ein paar Mal zu oft der Fall, als dass ich das ignorieren konnte. Was mich fragen lässt ob da überhaupt nochmal wer drüber geschaut hat, so Lektoratmäßig meine ich.

Positiv anmerken kann ich vielleicht trotzdem, dass es ein paar Momente (vielleicht 2?) aus Madisons Sicht gab, die wirklich schön herbstlich waren, zumindest bis Zach aufgetaucht ist. In diesen wenigen Momenten kam diese Atmosphäre der Kleinstadt mit den schrulligen Leuten und dem herbstlichen Flair richtig gut rüber. Das wars dann aber auch.

Leider hat mich das Buch im Großen und Ganzen eher aufgeregt, als dass ich wirklich eine gute Zeit beim Lesen hatte. Beendet habe ich es auch nur, weil ich wissen wollte, ob die Handlung noch die Kurve bekommt (hat sie nicht).


Fazit:
Wer das Buch für die Herbstliche Atmosphäre in die Hand nimmt, wird hier sicherlich nicht allzu enttäuscht, wollt ihr aber nicht ein weiteres (irgendwie sehr oberflächliches) Buch lesen, in dem körperliche Anziehung groß geschrieben und dann das Wort Liebe draufgeklatscht wird, dann würde ich euch eher davon abraten.