Düster, modern und unterhaltsam

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nickithecat Avatar

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Code Null startet mit einer interessanten Grundidee: Ein groß angelegter Cyberangriff bedroht kritische Systeme, während Hacker, Geheimdienste und selbstlernende KI im Hintergrund gegeneinander arbeiten. Das Thema wirkt aktuell und nah an realen Entwicklungen, was dem Thriller gerade in den stärkeren Momenten zusätzliche Spannung verleiht.

Der Roman liest sich insgesamt angenehm schnell. Die Kapitel sind kurz gehalten, die Handlung bewegt sich ohne viele Umwege vorwärts und durch die ständigen Perspektivwechsel bleibt genug Spannung erhalten, um weiterlesen zu wollen. Besonders gelungen fand ich, dass die technischen Themen zwar präsent sind, den Lesefluss aber nicht komplett ausbremsen. Auch ohne tiefes Vorwissen kann man der Geschichte gut folgen.

Trotzdem hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass der Roman etwas zu viel auf einmal möchte. KI, Hackerangriffe, politische Machtspiele, geheime Organisationen und persönliche Konflikte werden gleichzeitig aufgebaut, wodurch manche Figuren und Entwicklungen eher oberflächlich bleiben. Vor allem zu Beginn wirkt vieles etwas hektisch erklärt, bevor die Geschichte später klarer wird.

Die Hauptfiguren erfüllen ihren Zweck, bleiben aber teilweise recht vertraute Thriller-Typen. Charlie funktioniert noch am besten, weil sie nicht übertrieben inszeniert wird und glaubwürdig durch die Handlung führt. Andere Charaktere bleiben dagegen eher Mittel zum Zweck der Geschichte.

Insgesamt ist Code Null ein unterhaltsamer Tech-Thriller mit aktuellem Thema und hohem Tempo. Wirklich überraschend ist die Handlung zwar nicht, und einige Ideen kennt man aus ähnlichen Büchern oder Serien bereits, aber das Buch schafft es trotzdem, eine durchgehend spannende Atmosphäre aufzubauen. Wer moderne Thriller mit digitalem Einschlag mag, wird hier solide Unterhaltung finden.