Ein Buch wie eine Netflix Serie – spannend aber oberflächlich
Der Plot wirkt zunächst einmal äußerst vielversprechend – ein Hacker manipuliert das europäische Zeitsignal und verursacht kurze Störungen bei verschiedensten Systemen, die darauf angewiesen sind. Er droht mit einem massiveren Angriff, der zu beträchtlichen Schäden bis hin zu kompletten Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung führen könnte und fordert ein hohes Lösegeld. Um die Gesellschaft nicht zu beunruhigen und Chaos zu vermeiden, arbeitet eine dem BND unterstellte Organisation gemeinsam mit einer externen Hackerin und europäischen Behörden mit Hochdruck daran, dem Erpresser auf die Schliche zu kommen. In kurzen Kapiteln erzählt ist das alles sehr spannend und ich konnte kaum aufhören zu lesen.
Allerdings bleiben die Hauptakteure allesamt recht blass. Man erfährt nicht sonderlich viel über sie und ich konnte mich mit keinem irgendwie anfreunden. Während die Personen recht knapp beschrieben werden, fällt die Beschreibung ihrer Hackeraktivitäten umso ausführlicher aus. Für einen Laien auf diesem Gebiet ist vieles jedoch kaum nachvollziehbar und so leidet irgendwann die Spannung darunter, dass seitenlang irgendwelche versteckten Dateien mit kryptischen Befehlen und Funktionen gesucht, gelöscht oder manipuliert werden. Immer wenn sie selbst an ihre Grenzen stoßen, bedienen sich die Akteure auf beiden Seiten einer schier allmächtigen und allwissenden KI, was am Ende in einem Stellvertreterkrieg der beiden KI-Systeme gipfelt, bei dem die menschlichen Protagonisten mehr oder weniger nur noch Zuschauer sind. Wie realistisch dies alles ist, kann ich nicht beurteilen, jedoch wirkt das Grundszenario durchaus beängstigend und es ist aus meiner Sicht durchaus vorstellbar, dass ähnliches früher oder später passieren kann. Insofern gibt das Buch immerhin einen Denkanstoß. Als Thriller kommt es aufgrund seiner weitgehenden Oberflächlichkeit jedoch nicht über den Durchschnitt hinaus.
Allerdings bleiben die Hauptakteure allesamt recht blass. Man erfährt nicht sonderlich viel über sie und ich konnte mich mit keinem irgendwie anfreunden. Während die Personen recht knapp beschrieben werden, fällt die Beschreibung ihrer Hackeraktivitäten umso ausführlicher aus. Für einen Laien auf diesem Gebiet ist vieles jedoch kaum nachvollziehbar und so leidet irgendwann die Spannung darunter, dass seitenlang irgendwelche versteckten Dateien mit kryptischen Befehlen und Funktionen gesucht, gelöscht oder manipuliert werden. Immer wenn sie selbst an ihre Grenzen stoßen, bedienen sich die Akteure auf beiden Seiten einer schier allmächtigen und allwissenden KI, was am Ende in einem Stellvertreterkrieg der beiden KI-Systeme gipfelt, bei dem die menschlichen Protagonisten mehr oder weniger nur noch Zuschauer sind. Wie realistisch dies alles ist, kann ich nicht beurteilen, jedoch wirkt das Grundszenario durchaus beängstigend und es ist aus meiner Sicht durchaus vorstellbar, dass ähnliches früher oder später passieren kann. Insofern gibt das Buch immerhin einen Denkanstoß. Als Thriller kommt es aufgrund seiner weitgehenden Oberflächlichkeit jedoch nicht über den Durchschnitt hinaus.