Ein spannender Tech-Thriller

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rosenfreund Avatar

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“Code Null“ passt perfekt zu diesem Thriller des bekannten Autors, Florian Schwiecker, der mit diesem Werk eine Ära, der von ihm geschaffenen KI-Romane, einleitet. Das düstere und kühle Cover in Schwarz- und schreienden Hell-Lila-Tönen führt perfekt in die Atmosphäre um Technologie ein.
Inhaltlich geht es um die Terrorgruppe “Timeout“, die das europäische Satellitennavigationssystem Galileo manipulieren kann und plant, Berlin oder auch größere Bereiche ins Chaos zu stürzen. Die Thematik ist erschreckend realistisch und macht deutlich, wie wir uns im Griff moderner Technik befinden. Können Geheimdienste und Hacker die Terroristen aufhalten? Dazu wird die von Charlie, einer sehr perfekten IT-Spezialistin, entwickelte, selbstlernende KI, namens KIM eingesetzt.
Aber auch KIM ist nicht fehlerfrei, denn beim Lösen komplexer Probleme können auch ihr Fehler unterlaufen. Somit ergibt sich die sehr aktuelle Frage, ob man sich einer Maschine ausliefern kann und will?
Die Protagonistin Charlie lebt zwar isoliert in ihrer eigenen Welt, symbolisiert aber nicht die typische Nerd-Persönlichkeit.
Sie kommt sehr menschlich und auch an sich selbst zweifelnd rüber. Dadurch ist Identifikation möglich.
Schwieckers klarer und teilweise bildhafter Schreibstil ermöglicht es Nicht-IT-lern, einen Zugang zur Thematik zu finden. Die technischen Termini könnten aber in einem Anhang erklärt werden.
Die Geschichte wirkt sehr realistisch und schafft Tempo durch geschickte Rückblicke, gelegentlichen Perspektivwechsel, wobei auch der Hacker zu Wort kommt, und kurze Kapitel.
Den Start empfand ich als eher langatmig, aber nach 100 Seiten nimmt die Aktion an Fahrt auf. Das Ende ist wohl bewusst offen gehalten, da eine Serie geplant ist.
Ich vergebe nur 4 Punkte, da die Handlung nicht besonders überraschend ist, und oft nur Ereignisse aneinandergereiht sind. Generell ist das Werk interessant für Personen, die Tech-Thriller lieben.