Fesselnder und realitätsnaher KI-Thriller

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laurana Avatar

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Code Null hat mich auf den ersten Seiten zunächst nicht vollständig gepackt, allerdings nicht wegen der Handlung. Nach dem Prolog begleitet man Charlie durch den Berliner Hauptstadtverkehr und findet sich sofort mitten im Geschehen wieder: Eine Terrororganisation übernimmt die Kontrolle über das Galileo-Satellitensystem und nimmt unter anderem Einfluss auf das Ampelnetz der Stadt.

Der spannende Einstieg wird nach einigen Kapiteln etwas gebremst. Die politischen Diskussionen und die zahlreichen technischen Details ziehen sich stellenweise in die Länge. Dennoch sind diese gut verständlich erklärt und notwendig, um die technischen Hintergründe zu erfassen und der Handlung folgen zu können. Das Durchhalten lohnt sich auf jeden Fall.

Charlie, eine junge Hackerin, versucht gemeinsam mit ihrer KI Kim, den Terroristen entgegenzutreten. Dabei gerät sie in eine immer gefährlichere Situation. Mit fortschreitender Handlung nimmt die Spannung deutlich zu, und die Geschichte überrascht immer wieder mit neuen Wendungen. Wem kann man noch trauen? Und wie weit kann Künstliche Intelligenz gehen, wenn sie in die falschen Hände gerät? Diese Fragen werden auf intelligente und packende Weise behandelt.

Zum Ende hin konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, ob Charlie und ihre wenigen Verbündeten den Terroristen das Handwerk legen können. Eines steht fest: Dieser Thriller wirkt erschreckend realitätsnah und regt zum Nachdenken über die Chancen und Risiken moderner Technologie an.