KI in falsche Hände

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doroko Avatar

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In „Code Null“ gerät Europa in eine gefährliche Krise, als Cyberterroristen die Kontrolle über das Galileo-Satellitensystem übernehmen und die EU erpressen. Da die Behörden den komplexen Angriff nicht allein stoppen können, da sichdas Problem mit herkömmlichen Mitteln nicht lösen lässt, setzen sie ihre Hoffnung auf die von der jungen Hackerin Charlie entwickelte Künstliche Intelligenz KIM. Doch schon bald stellt sich die Frage, ob KIM wirklich die Lösung oder nicht doch das Übel ist, welches zu einer Bedrohung werden könnte.
Das Cover hat mir auf Anhieb gefallen. Die dunklen Farben und die technische Gestaltung passen hervorragend zum Thema Cyberkriminalität und Künstliche Intelligenz.
Der Schreibstil von Florian Schwiecker ist angenehm flüssig und sehr verständlich, weil – die für mich - vielen technischen Begriffe rund um Hackerangriffe, Satellitensysteme und KI nachvollziehbar erklärt werden, sodass auch Lesende ohne tiefere IT-Kenntnisse gut folgen können. Gleichzeitig sorgen die kurzen bis mittellangen Kapitel dafür, das Tempo hochzuhalten und immer wieder kleine Spannungsspitzen zu setzen.
Das Setting wirkt sehr aktuell und realitätsnah. Die Handlung spielt überwiegend in Deutschland, greift die Themen auf, die angesichts der zunehmenden Digitalisierung durchaus vorstellbar erscheinen und zeigt auf erschreckende Weise, wie abhängig unsere moderne Gesellschaft von digitaler Technik geworden ist.
Charlie hat mir als Hauptfigur gut gefallen. Sie ist hochintelligent, technisch brillant und eine außergewöhnlich begabte Programmiererin. Dennoch wirkt sie nicht überheblich, sondern menschlich und zweifelt auch an sich selbst. Diese Mischung aus Fachwissen, Mut sowie Unsicherheit macht sie sympathisch und somit zu einer interessanten Protagonistin.
Insgesamt ist „Code Null“ ein spannender und aktueller Tech-Thriller, der mich mit einer Mischung aus Cyberterrorismus, künstlicher Intelligenz und spannender Ermittlungsarbeit sowie einer gelungenen Hauptfigur gut unterhalten hat.