KI personalisiert und personifiziert

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kleine hexe Avatar

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Nach dem etwas verstörenden Prolog folgt eine Szene, einer Komödie würdig. Charlies Chef und sein Kunde führen sich wie richtige Machos auf und provozieren, ohne es zu merken, Charlie. Nun, sie deckt die krummen Geschäfte und geheimen Konten des Kunden auf und kündigt gleichzeitig ihrem Chef. Slapstick vom Feinsten.
Kurz darauf hat sie einen neuen Job. Terroristen greifen das Satellitensystem Galileo an und Charly zusammen mit Lukas und Nicola decken eine ungeheure Verschwörung auf. Mitverschwörer reichen bis in die höchsten europäischen politischen Kreise und auch in den deutschen Behörden sind nicht alle das, was sie zu sein scheinen. Szenen akuter Gefahr und Bedrohung die hollywoodreif sind, und dazwischen immer wieder die Künstliche Intelligenz. Wobei es hier eine “gute” KI gibt, KIM und eine böse gibt, “Hora”. Ganz glaubwürdig erscheint mir das nicht, es gibt keine gute und böse KI. Nur gute und böse Absichten dahinter. So wie Drohnen einerseits Pakete und Medikamente ausliefern können, andererseits aber auch Bomben und Raketen.
Die Hauptfiguren sind glaubwürdig und sympathisch. Mein Liebling ist Charly, die sich nie unterkriegen lässt. Die Handlung ist spannend aufgebaut und das letzte Kapitel lässt auf eine Fortsetzung deuten, denn die böse KI verfolgt schon andere Pläne. Der Stil ist sehr fließend und klar, aber ohne Ansprüche. Aber ich kann mir auch schwer Thomas Mann Stil zu diesem Thema vorstellen. Etwas allerdings hat mich irritiert: Für Schwiecker sind anscheinend alle Computer-Profis und -Nerds Spezialisten, wenn ihre Finger auf den Tastaturen nur so hinfliegen. Sorry, stimmt nicht ganz. Ich habe eine hohe Geschwindigkeit beim Schreiben am PC, bin trotzdem nur so etwas wie eine “Tippse” und habe von Computerprogrammen keine Ahnung. 🙂