Spannung im Fachjargon

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mirjams Avatar

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Nachdem eine Gruppe Cyberterroristen nicht nur ihre Macht demonstriert, sondern auch die Kontrolle über das Galileo-Satelitensystem übernommen hat, erpressen sie nun die EU und drohen ihr mit weitreichenden Folgen. Da sich diese nicht erpressen lässt, scheint es nur noch eine Chance zu geben, die Katastrophe abzuwenden: KI KIM. Mit seinem neuen Thriller „Code Null - Dieses Spiel kennt keine Regeln“ begibt sich Florian Schwiecker in die Welt der Künstlichen Intelligenz und Cyberkriminalität und startet eine neue Thriller-Reihe rund um die Hackerin Charlie und den, von ihr programmierten, KI-Prototyp KIM.

Aus dem Bereich der IT kommend, hat mich der Klappentext natürlich gleich neugierig gemacht, zumal das Thema ja nun nicht aktueller und brisanter sein könnte. Der Autor scheint viel Zeit mit Recherche verbracht zu haben, denn Hintergründe und Bedrohungen sind wirklich sehr realistisch - trotzdem aber immernoch für jeden verständlich - dargestellt, was das ganze Szenario um so beängstigender macht. Die Beschreibungen dahingehend sind allerdings teilweise recht ausführlich und zudem vollgepackt mit Fachjargon, was dem ein oder anderen vielleicht etwas zu viel und langatmig sein könnte. Ansonsten ist Florian Schwieckers Schreibstil sehr gut und flüssig lesbar, packend, durchweg spannend und die Zusammenhänge zugleich fesselnd, als auch eingängig beschrieben. Auch die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen und waren auf Anhieb sympathisch, wenngleich ich mir ein wenig mehr „Innenleben“ von ihnen gewünscht hätte., um sie für mich besser greifbar zu machen.

Fazit: Ich bin zufrieden - Das Buch ist spannend, wendungsreich und erschreckend zugleich. Der Reihen-Auftakt hat mir alles in allem sehr gut gefallen und definitiv ein reges „What-if“ Kopfkino angekurbelt - für Nicht-ITler könnte es jedoch unter Umständen etwas langatmig oder sogar anstrengend sein.