Wenn Kontrolle zur Illusion wird
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es von der ersten Seite an eine starke und konstante Spannung aufbaut. Die Geschichte rund um Cyberterroristen, die das Galileo-Satellitensystem übernehmen, wirkt dabei erschreckend realistisch und nah an unserer heutigen digitalen Welt. Besonders interessant fand ich, wie schnell aus kleinen technischen Störungen eine globale Bedrohung entsteht. Die Grundidee hat mich überzeugt, weil sie deutlich macht, wie abhängig wir inzwischen von moderner Technologie sind. Die Hauptfigur Charlie ist für mich sehr gelungen, da sie sympathisch, glaubwürdig und gleichzeitig sehr entschlossen wirkt. Auch die KI KIM fand ich spannend dargestellt, weil sie der Handlung eine zusätzliche, fast unberechenbare Ebene verleiht. Im Verlauf der Geschichte gibt es viele Wendungen, wodurch die Spannung dauerhaft hoch bleibt. Gut gefallen hat mir außerdem, dass man als Leser oft unsicher ist, wem man überhaupt noch vertrauen kann. Der Schreibstil ist flüssig und sorgt dafür, dass man trotz der technischen Thematik gut durch die Handlung kommt. Einige Fachbegriffe sind zwar anspruchsvoll, stören den Lesefluss aber kaum und wirken insgesamt authentisch. Das Ende war für mich überraschend, aber logisch und rund abgeschlossen. Insgesamt ist es ein sehr gelungener, moderner Thriller, den ich definitiv weiterempfehlen würde.