Karfreitag in Neapel – Ein neuer Fall für Commissario Gaetano!

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scoobydoo85 Avatar

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Die Leseprobe entfaltet sofort eine dichte, atmosphärische Kulisse: Neapel in der Osterwoche. Zwischen religiösen Prozessionen, kulinarischer Leidenschaft und lebendigem Stadttrubel entsteht ein starker Kontrast zum plötzlich auftauchenden Verbrechen. Diese Gegenüberstellung von Feiertagsidylle und Tod im Hafenbecken erzeugt von Beginn an Spannung.
Commissario Gaetano wirkt sympathisch und bodenständig, besonders durch die familiären Szenen auf der Tenuta seines Vaters. Die Einbindung seines Bruders Aniello und seiner Nichte Carla verleiht ihm Tiefe und Menschlichkeit. Umso stärker wirkt der Bruch, als er seine Auszeit abbrechen muss, um seiner neuen Kollegin Beppa Bellucci beizustehen. Ihr erster Fall verspricht zusätzliche Dynamik – sowohl beruflich als auch zwischenmenschlich.
Besonders reizvoll ist die detaillierte Verortung der Handlung in Neapel: vom eleganten Chiaia über das wohlhabende Vomero bis zum lebhaften Hafen von Mergellina. Die Stadt scheint nicht nur Schauplatz, sondern fast selbst eine Figur zu sein – geprägt vom Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.
Insgesamt hinterlässt die Leseprobe den Eindruck eines atmosphärisch dichten, regional verwurzelten Krimis mit viel Lokalkolorit, familiärer Wärme und einem vielversprechenden Ermittlerduo. Man bekommt Lust, gemeinsam mit Gaetano und Beppa tiefer in die Geheimnisse der Stadt einzutauchen.