Atmosphärisch & spannend

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annamagareta Avatar

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„Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl“ ist nach „Commissario Gaetano und der lügende Fisch“ der zweite Neapel-Krimi des Autors und Historikers Fabio Nola, der selbst in Neapel studiert und gewohnt hat. Die Bücher lassen sich ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander lesen.

Die Handlung beginnt Karfreitag und die Atmosphäre Neapels und das dortige Treiben während der Ostertage werden direkt lebendig. Commissario Salvatore Gaetano verbringt diese mit seinem Bruder und seiner Nichte bei seinem Vater im Hinterland. Zumindest so lange, bis Gaetanos Kollegin Beppa Bellucci anruft, da sich ein Toter im Hafenbecken befindet. Gemeinsam mit seinem Team beginnt er zu ermitteln.

Die Ermittlungsarbeiten bringen den Leser die Umgebung Neapels nahe. Alles wird lebendig, detailliert und atmosphärisch beschrieben. Man merkt, dass der Autor die Gegend gut kennt und ich hatte beim Lesen fast das Gefühl das bunte Treiben spüren zu können.
Zahlreiche italienische Ausdrücke - die sich aus dem Zusammenhang heraus erklären, für die es aber auch abschließend ein hilfreiches Glossar gibt - tragen zum Flair Italiens bei.

Salvatore Gaetano war ursprünglich Winzer und ist ein sympathischer Charakter. Auch über sein Privatleben gibt es wieder wohldosierte Informationen, die ihn menschlich und greifbar machen. Seinen Ermittlungsarbeiten konnte ich gut folgen und habe gerne mitgerätselt, was vorgefallen sein könnte.

Wer gerne spannende Krimis mit viel Lokalkolorit liest, liegt mit diesem Roman genau richtig.