Ein lockerer Italien-Krimi mit solider Ermittlungsarbeit

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bine525 Avatar

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Es hat mir großen Spaß gemacht, den zweiten Band dieser Neapel-Krimi-Serie zu lesen. Da der Autor früher in Neapel studiert hat und dadurch zu dieser Reihe inspiriert wurde, konnte er viele eigene Erfahrungen und viel Wissen in das Buch einfließen lassen. Schon der erste Band hatte mir sehr gut gefallen, und auch die Fortsetzung ist aus meiner Sicht perfekt gelungen.

Die Mischung aus einem guten Schreibstil, leichtem Humor, Einblicken in das Privatleben der Figuren und einer umfangreichen Ermittlungsarbeit funktioniert hervorragend. Dass ausgerechnet an Karfreitag ein Toter am Hafen gefunden wird und die Fischer darüber alles andere als begeistert sind, wirkt zwar fast schon wie etwas zu viel Zufall – meinem Lesevergnügen hat das jedoch keinen Abbruch getan.

Mit jeder Seite konnte ich die Atmosphäre Italiens spüren, und gleichzeitig wuchs die Vorfreude auf den nächsten Italien-Urlaub. Gerade zur jetzt kommenden Osterzeit passt auch das Erscheinungsdatum des Buches sehr gut, denn im Roman spielen zahlreiche österliche Bräuche eine Rolle.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Qualität des Buches selbst. Trotz der großen Seitenzahl sind die Seiten angenehm dünn, wodurch das Buch insgesamt leichter wirkt. Auch das Cover passt inhaltlich sehr gut zum Krimi.

Wer den ersten Band bereits kennt und somit mit den Figuren vertraut ist, wird sich beim Lesen etwas leichter tun. Um den Überblick zu behalten, habe ich mir von Anfang an ein paar Stichpunkte zu den einzelnen Personen und ihren Namen notiert – sonst hätte man bei der Vielzahl an Figuren leicht den Überblick verlieren können.

Zusammenfassend war es für mich ein Buch mit großem Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite.