Hat mich nicht ganz überzeugt
„Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl“ ist der zweite Band rund um den neapolitanischen Commissario Salvatore Gaetano.
Dieser Krimi entführt uns in die Vorbereitungen zum Osterfest, das in Neapel mit jeder Menge Volksfrömmigkeit und dem dazugehörenden Spektakel gefeiert wird. Eigentlich will Commissario Gaetano die Feiertage bei seiner Familie verbringen, als ihm eine männliche Leiche, die am Karfreitag im Hafenbecken angespült wird, einen Strich durch die Rechnung macht. Nachdem die Dienststelle chronisch unterbesetzt ist, kehrt Gaetano trotz Urlaubs nach Neapel zurück, um nach dem Rechten zu sehen. Zunächst ist nicht klar, ob es sich überhaupt um Mord oder nicht doch um einen Unfall oder Selbstmord handelt. Gaetano ist geneigt hier einen Unfall anzunehmen, um den Fall so schnell wir möglich ad acta zu legen.
Allerdings hat er nicht mit der Beharrlichkeit seiner jungen Kollegin Beppa Bellucci gerechnet, die ihm gefühlt tausend und einen Grund nennt, dass der Tote ermordet worden ist ...
Zähneknirschend muss Gaetano ermitteln und langsam kommt ihm die ganze Sache spanisch vor. Zudem erinnert ihn die familiäre Situation des Toten - er hat einen schwer behinderten Bruder - an seine eigene Familie.
Der Tote aus dem Hafenbecken bleibt nicht der einzige Tote, weshalb es mit der Osterruhe gänzlich vorbei ist.
Meine Meinung:
Wie schon im ersten Fall angemerkt, ist mir der Commissario nicht ganz sympathisch. Ja, er hat mit seinem behinderten Bruder Aniello und dem dementen Vater eine schwierige Familienkonstellation. Dabei vergisst er aber, dass die Last eigentlich auf den Schultern seiner Nichte Carla ruht, während deren Ehemann sich mit dem familieneigenen Weinberg beschäftigt. Erst die Ermittlungen lassen ihn darauf aufmerksam werden. Ob diese Erkenntnis allerdings nachhaltig etwas ändern wird, bleibt offen. Sein Verhalten der jungen Beppa gegenüber ist ein wenig ambivalent bis fragwürdig. Ja, sie ist übereifrig, ehrgeizig und engagiert, vor allem, weil sie sich in der, von Männern und ihrem aufgeplusterten Ego, Welt behaupten will (und muss). Aber eine Polizeischülerin, die alleine ermittelt? Das kommt mir nicht ganz glaubwürdig vor, auch wenn man den Italienern gerne nachsagt, Gesetze ein wenig in die passende Richtung zu verbiegen.
Gut beschrieben sind die Bräuche der neapolitanischen Bevölkerung rund um die Karwoche und Ostern. Diese intensiven Volksfrömmigkeit kann ich nur wenig anfangen. An manchen Stellen nimmt die detaillierte Beschreibung des kirchlichen Fest ein wenig überhand.
Wie schon beim Vorgänger bin auch diesmal mit Commissario Salvatore Gaetano nicht auf einer Wellenlänge.
Fabio Nola ist das Pseudonym eines deutsche Historikers, der während seiner Studienzeit in Neapel gelebt hat. Seine Liebe zur Stadt und ihrer Bevölkerung kommen hier deutlich zum Ausdruck.
Fazit:
Auch dieser zweite Fall für Commissario Gaetano kann mich nicht wirklich begeistern, daher gibt es 3 Sterne.
Dieser Krimi entführt uns in die Vorbereitungen zum Osterfest, das in Neapel mit jeder Menge Volksfrömmigkeit und dem dazugehörenden Spektakel gefeiert wird. Eigentlich will Commissario Gaetano die Feiertage bei seiner Familie verbringen, als ihm eine männliche Leiche, die am Karfreitag im Hafenbecken angespült wird, einen Strich durch die Rechnung macht. Nachdem die Dienststelle chronisch unterbesetzt ist, kehrt Gaetano trotz Urlaubs nach Neapel zurück, um nach dem Rechten zu sehen. Zunächst ist nicht klar, ob es sich überhaupt um Mord oder nicht doch um einen Unfall oder Selbstmord handelt. Gaetano ist geneigt hier einen Unfall anzunehmen, um den Fall so schnell wir möglich ad acta zu legen.
Allerdings hat er nicht mit der Beharrlichkeit seiner jungen Kollegin Beppa Bellucci gerechnet, die ihm gefühlt tausend und einen Grund nennt, dass der Tote ermordet worden ist ...
Zähneknirschend muss Gaetano ermitteln und langsam kommt ihm die ganze Sache spanisch vor. Zudem erinnert ihn die familiäre Situation des Toten - er hat einen schwer behinderten Bruder - an seine eigene Familie.
Der Tote aus dem Hafenbecken bleibt nicht der einzige Tote, weshalb es mit der Osterruhe gänzlich vorbei ist.
Meine Meinung:
Wie schon im ersten Fall angemerkt, ist mir der Commissario nicht ganz sympathisch. Ja, er hat mit seinem behinderten Bruder Aniello und dem dementen Vater eine schwierige Familienkonstellation. Dabei vergisst er aber, dass die Last eigentlich auf den Schultern seiner Nichte Carla ruht, während deren Ehemann sich mit dem familieneigenen Weinberg beschäftigt. Erst die Ermittlungen lassen ihn darauf aufmerksam werden. Ob diese Erkenntnis allerdings nachhaltig etwas ändern wird, bleibt offen. Sein Verhalten der jungen Beppa gegenüber ist ein wenig ambivalent bis fragwürdig. Ja, sie ist übereifrig, ehrgeizig und engagiert, vor allem, weil sie sich in der, von Männern und ihrem aufgeplusterten Ego, Welt behaupten will (und muss). Aber eine Polizeischülerin, die alleine ermittelt? Das kommt mir nicht ganz glaubwürdig vor, auch wenn man den Italienern gerne nachsagt, Gesetze ein wenig in die passende Richtung zu verbiegen.
Gut beschrieben sind die Bräuche der neapolitanischen Bevölkerung rund um die Karwoche und Ostern. Diese intensiven Volksfrömmigkeit kann ich nur wenig anfangen. An manchen Stellen nimmt die detaillierte Beschreibung des kirchlichen Fest ein wenig überhand.
Wie schon beim Vorgänger bin auch diesmal mit Commissario Salvatore Gaetano nicht auf einer Wellenlänge.
Fabio Nola ist das Pseudonym eines deutsche Historikers, der während seiner Studienzeit in Neapel gelebt hat. Seine Liebe zur Stadt und ihrer Bevölkerung kommen hier deutlich zum Ausdruck.
Fazit:
Auch dieser zweite Fall für Commissario Gaetano kann mich nicht wirklich begeistern, daher gibt es 3 Sterne.