Napoli

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robertp Avatar

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Unfall-Selbstmord-Mord? Der Leichnam eines Mannes im alten Hafen von Neapel wirft die gesamte Osterwoche und das geplante Familenwochenende des Commissarios Gaetano über den Haufen. Nachdem die Identität des Opfers festgestellt wird, verwickelt sich der Kommissar mit seiner Assistentin Beppa Bellucci in mehrfacher Hinsicht im Theorienlabyrinth der Indizien. Da der Tote in einer, gerade den Börsengang anstrebenden, ökoneutralen Algenfabrik arbeitet, übt auch der Chef der Truppe Einfluss auf die Ermittlungen aus. Nach zahlreichen Sackgassen, die die Ermittlungen befahren, findet sich hier eine Lösung, die anfangs niemand auf dem Radar hatte.
Ich muss gestehen, dass ich mich durch diesen Krimi gekämpft habe. Die unzähligen Spuren, der unsympathische Commissario, die langatmigen Geschichten zu Neapels Osterbräuchen und Geschichte verlangsamen den Lesefluss. Zahlreiche Nebenstränge füllen die Seiten, tragen aber letztlich nichts zur Aufklärung des Falles bei. Um LeserIn bei der Stange zu halten wird im letzten Drittel auch die neapolitanische Mafia ins Geschehen einbezogen, mit gar seltsamer Begründung.
Für alle, die sich über neapolitanische Osterbräuche und Essensrituale informieren und nebenbei einen verzwickten Todesfall lösen wollen.