Spannender Krimi mit viel Lokalkolorit

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leseskorpion Avatar

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Ostern in Neapel - während alle Welt feiert und schlemmt, wird im Hafen die Leiche des "Algenpapstes" Paolo Marchesi angeschwmmt. Gaetanos junge Kollegin Beppa glaubt nicht an Selbstmord oder Unfall und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. So muss er die Familienfeier auf dem Land sausen lassen und sich in die Ermittlungen einschalten. Es entwickelt sich ein komplexer Mordfall mit vielen überraschenden Wendungen.

Der lockere Schreibstil liest sich flüssig und macht richtig Spaß. Die Charaktere wirken authentisch, besonders die hartnäckige Beppa ist mir ans Herz gewachsen. Sie tritt für ihre Überzeugung ein und lässt absolut nicht locker. Und obwohl sie Gaetano das Leben schwer macht, weiß auch er sie zu schätzen - ebenso wie die anderen eigenwilligen Mitglieder seines Teams, die nicht immer einig mit ihm sind. Die Kontroversen im Laufe der Ermittlungen haben mir besonders gefallen und machen die Story noch ein bisschen spannender. Auch die Einbindung der Ermittlungen in die neapolitanischen Osterbräuche, über die ich viel gelernt habe, gefällt mir gut. Dadurch entsteht ein ganz anderer Bezug zu den Protagonisten und dem Setting. Ich mag Krimis mit Lokalkolorit sehr gerne.
Mein Fazit: Ein lesenswerter, spannender Krimi mit viel Lokalkolorit.