Viele Bräuche, wenig Morde

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westeraccum Avatar

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Der zweite Band der Reihe über Commissario Gaetano, der in Neapel ermittelt, ist in der hektischen Osterwoche angesiedelt.
Überall laufen Prozessionen durch die Stadt, es wird gekocht, gebacken und geschmaust, Hektik an jeder Ecke. Auch auf dem Familienweingut des Commissarios geht es unruhig zu und vor allem Gaetanos Nichte Carla ist im Stress und kann jede Hilfe gebrauchen. Da wird ein Toter im Hafenbecken des Fischereihafens gefunden. War es Mord oder ein Unfall?
Obwohl Gaetano Urlaub hat, kann er sich nicht aus den Ermittlungen seiner Kollegin Beppa Bellucci heraushalten und vergisst darüber seine familiären Verpflichtungen. Das gibt Ärger!
Fast 500 Seiten sind angefüllt mit Berichten über die neapolitanischen Traditionen in der Osterzeit. Was wird gegessen, was wird gebacken? Welche Prozession zieht mit welchen Teilnehmern durch welches Viertel? Dagegen geht der Mordfall unter und das Buch ist wenig spannend.
Wer allerdings einen eher cosy Krimi mit viel Lokalkolorit bevorzugt, der ist hier genau richtig. Mein Buch war es nicht, denn mir fehlte Spannung.