Zwischen Ostern und Mordermittlungen

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jasmin96isa Avatar

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Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl von Fabio Nola entführt die Leser nach Neapel – und das mitten in die Osterwoche.
Schon zu Beginn wird deutlich, dass dieser Krimi nicht nur vom Mordfall lebt, sondern auch stark von Einblicken in das Leben der Figuren.

Obwohl es sich um einen Band der Reihe um Commissario Gaetano handelt, lässt sich das Buch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Der Kommissar verbringt die Feiertage zunächst mit seiner Familie auf dem Land, bis seine neue Kollegin Beppa Bellucci ihn an Karfreitag wegen eines Toten im Hafen zurück in die Ermittlungen holt. Die Zusammenarbeit der beiden und ihre Dynamik spielen im Verlauf der Geschichte eine wichtige Rolle.

Besonders gut gelungen ist die Einbindung der italienischen Kultur. Die Handlung spielt rund um Ostern, wodurch Prozessionen, Familienbesuche und kulinarische Traditionen immer wieder in die Geschichte einfließen. Italienische Ausdrücke und Namen verstärken zusätzlich das Gefühl, direkt vor Ort zu sein.
Am Ende des Buches hilft ein Glossar mit neapolitanischen Begriffen dabei, diese noch besser einzuordnen.

Der Kriminalfall selbst wird spannend aufgebaut, auch wenn mir stellenweise etwas viel „Drumherum“ erzählt wurde. Gerade im Mittelteil nimmt sich die Geschichte viel Zeit für persönliche Hintergründe und Familienaspekte – sowohl bei Gaetano als auch bei den Angehörigen des Opfers. Im letzten Abschnitt zieht das Tempo dann deutlich an und die Handlung steuert auf eine spannende Auflösung zu.

Insgesamt ist dies ein atmosphärischer Krimi, der besonders durch sein italienisches Flair und seine Figuren lebt.