Langweilig
„Copenhagen Cinnamon“ bietet auf den ersten Blick alles, was man sich von einer herbstlichen Lektüre verspricht: ein gemütliches Coffee-Shop-Setting, Zimtduft, ein Hausboot und zwei junge Menschen mit eigenen Herausforderungen. Stefanie Neeb schafft eine warme Atmosphäre, in der man sich durchaus verlieren könnte – zumindest, wenn die Geschichte einen wirklich packt.
Für mich blieb der Roman jedoch über weite Strecken eher langwellig und inhaltlich dünn. Viele Szenen wirken austauschbar, als würden sie nur darauf warten, endlich zum eigentlichen Konflikt vorzudringen. Erst gegen Ende kommt etwas Dynamik auf, sodass man kurzzeitig das Gefühl bekommt, jetzt könnte es spannend werden. Schwierig fand ich auch die Rollenverteilung: Mads als gut aussehender, geheimnisvoller, innerlich verletzter Barista, Jonna als eigenwillige, aber unsichere Frau, die ihn irgendwie „rettet“, das ist mir zu sehr Schema F. Die Figuren bleiben damit vorhersehbar, und ihre Beziehung entwickelt sich entlang bekannter Tropes ohne eigene Akzente zu setzen.
Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört, und leider hat auch das nicht zur Aufwertung beigetragen. Besonders störend fand ich, dass einige Kopenhagener Stadtviertel falsch ausgesprochen wurden – ein Detail, das man leicht hätte vermeiden können und das umso mehr irritiert, weil die Figuren im Roman gebürtige Dänen sind.
Insgesamt bleibt „Copenhagen Cinnamon“ für mich eine nett gedachte, aber wenig überzeugende Herbstromanze, die hinter ihrem Potential zurückbleibt.
Für mich blieb der Roman jedoch über weite Strecken eher langwellig und inhaltlich dünn. Viele Szenen wirken austauschbar, als würden sie nur darauf warten, endlich zum eigentlichen Konflikt vorzudringen. Erst gegen Ende kommt etwas Dynamik auf, sodass man kurzzeitig das Gefühl bekommt, jetzt könnte es spannend werden. Schwierig fand ich auch die Rollenverteilung: Mads als gut aussehender, geheimnisvoller, innerlich verletzter Barista, Jonna als eigenwillige, aber unsichere Frau, die ihn irgendwie „rettet“, das ist mir zu sehr Schema F. Die Figuren bleiben damit vorhersehbar, und ihre Beziehung entwickelt sich entlang bekannter Tropes ohne eigene Akzente zu setzen.
Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört, und leider hat auch das nicht zur Aufwertung beigetragen. Besonders störend fand ich, dass einige Kopenhagener Stadtviertel falsch ausgesprochen wurden – ein Detail, das man leicht hätte vermeiden können und das umso mehr irritiert, weil die Figuren im Roman gebürtige Dänen sind.
Insgesamt bleibt „Copenhagen Cinnamon“ für mich eine nett gedachte, aber wenig überzeugende Herbstromanze, die hinter ihrem Potential zurückbleibt.