Young adult in Reinform

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eyjay Avatar

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„Counting Days“ hat mich direkt emotional erwischt. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass das Buch nicht einfach nur eine klassische New-Adult-Story sein will, sondern viel mehr auf Gefühle, Ängste und innere Kämpfe setzt. Besonders Dalia fand ich super greifbar – dieses Gefühl, keinen richtigen Plan vom Leben zu haben und ständig an sich selbst zu zweifeln, war echt nahbar geschrieben. Auch die Freundschaften wirken total warm und echt, ohne gekünstelt zu sein.

Was mir außerdem gefallen hat, war der Schreibstil. Der liest sich sehr flüssig und emotional, ohne zu drüber zu sein. Viele Stellen hatten so eine melancholische, cozy Stimmung, die perfekt zu den Figuren passt. Gerade die Mischung aus Humor, Chaos und schweren Themen hat mich neugierig gemacht.

Manchmal war mir das Ganze allerdings fast ein bisschen zu dramatisch und emotional aufgeladen. Einige Gedanken wiederholen sich recht oft, wodurch manche Szenen leicht in die Länge gezogen wirkten. Wer eher schnelle Handlung statt viel Innenleben sucht, könnte damit vielleicht Probleme haben.

Trotzdem hat mich die Leseprobe total abgeholt, weil die Figuren authentisch wirken und man sofort wissen will, wie es mit Dalia, Damian und Alex weitergeht. Für mich definitiv ein Buch, das viel Herz hat und emotional ziemlich einschlagen könnte.