Ein emotionales und fesselndes Debüt

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Titel: Counting Days
Autorin: Steffi Kuhlmann
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 16,00€
Seitenzahl: 400 Seiten



Inhalt:

Drei Jahre ist es her, dass Dalia Heidelberg mit gebrochenem Herzen hinter sich gelassen hat. Seitdem macht sie einen großen Bogen um ihre Heimat. Doch als ihr Zwillingsbruder im Krankenhaus landet und in Lebensgefahr schwebt, sieht sie sich gezwungen, zurückzukehren und sich ihrer zerrütteten Familie zu stellen. Dass sie dabei Alex über den Weg läuft, ist unvermeidlich. Aber obwohl er es war, der ihr damals das Herz gebrochen hat, geht er ihr noch immer unter die Haut.

Alex hat sich geschworen, keine Frau mehr an sich heranzulassen. Dafür fehlt ihm neben der Sorge um seine labile Mutter, seinem Job und seinem Jurastudium die Zeit. Als er aber erfährt, warum Lia wieder in der Stadt ist, kann er sich nicht von ihr fernhalten. Mit jeder Begegnung der beiden flammen mehr der alten Gefühle wieder auf. Doch neben den Gefühlen holen sie auch die Probleme von damals ein und mit ihnen die Frage, ob ihre Liebe dieses Mal Bestand hat.


Meine Meinung:

Ich habe mich wirklich unglaublich auf „Counting Days“ von Steffi Kuhlmann gefreut und dem Erscheinen regelrecht entgegengefiebert.

Das Cover finde ich wunderschön. Es passt hervorragend zur Geschichte, mit der Kulisse von Heidelberg im Hintergrund. Außerdem mag ich die Farben und die Darstellung der Charaktere auch sehr gerne. Insbesondere finde ich, dass die Farben den Himmel wie einen wunderschönen Sonnenuntergang aussehen lassen, was ein echtes Highlight für mich ist.

Dalia konnte mich schnell von sich überzeugen, weil sie eine sehr authentische und realistische Protagonistin war. Sie war zudem jemand mit dem ich mir gut identifizieren konnte, wodurch sie mir schnell ans Herz gewachsen ist.

Alexander konnte ich am Anfang gar nicht so richtig einschätzen und so hatte ich meine Schwierigkeiten mit ihm. Dies hat sich aber schnell verbessert, da er es gar nicht so einfach hat, aber durch ihn wurden hier einige spannende und wichtige Thematiken aufgegriffen. Dadurch habe ich dann auch sehr mit ihm mitgefühlt.

Es handelt sich bei dem Buch um eine Second Chance Geschichte, was mich immer neugierig macht herauszufinden warum es beim ersten Mal nicht geklappt hat. So mussten die beiden auch erstmal die Vergangenheit hinter sich lassen um dann in der Gegenwart wieder zueinander zu finden. Dabei wird die Geschichte aber auch auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, so dass man nachvollziehe kann, was dort passiert ist und auch den Schmerz fühlt. Somit hat mich das in der Gegenwart auch sehr mitgenommen und ich habe dort mit den beiden mitgefiebert.

Die Tiefe des Buches war das was mir persönlich am besten daran gefallen hat. Ich fand es einfach toll, wie wichtig und ernst hier mentale Gesundheit genommen wurde. Aber auch die Thematik der Familie fand ich sehr spannend. Ich denke, dass es der aktuellen Generation wichtig ist auch Kontakt abzubrechen und nicht alles durchgehen zu lassen und so fand ich es gut, wie dieses Thema hier aufgenommen und umgesetzt wurde. Dabei fand ich, dass an diese sehr schweren Themen mit sehr viel Feingefühl und Ernsthaftigkeit rangegangen ist ohne zu erdrückend zu wirken. Das Buch hatte immer noch sehr viel Leichtigkeit.

Generell, waren auch beide Protagonisten nicht perfekt. Sie hatten Fehler und haben auch nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen, aber gerade das hat sie für mich auch zu zwei großartigen Charakteren gemacht. Sie waren absolut authentisch und so sind mir beide sehr ans Herz gewachsen.

„Counting Days“ ist das Debüt von Steffi Kuhlmann und für mich ein absolut starkes noch dazu. Es gibt kleine Punkte, die nicht ganz so stark oder so gut ausgebaut waren, aber das hat mich nicht so sehr gestört, da die Geschichte wirklich toll war und ich mir sicher bin, dass das nächste Buch von ihr noch besser sein wird. Somit hoffe ich sehr darauf, dass es noch weitere Bücher der Autorin geben wird.

Ebenfalls hatte das Buch einige großartige Nebencharaktere, allen voran Bonnie, die mir sehr ans Herz gewachsen ist und für mich die Geschichte großartig unterstützen konnte.

Das Setting von Heidelberg fand ich auch richtig schön. Die Beschreibungen waren sehr greifbar, so dass ich mir gut vorstellen konnte, wo alles stattfindet und habe jetzt richtig Lust auch selbst mal nach Heidelberg zu fahren.

Der Schreibstil von Steffi Kuhlmann war leicht, emotional und konnte mich absolut fesseln. Steffi Kuhlmann hat einen emotionalen und packenden Schreibstil, der mich von Anfang bis Ende komplett abholen konnte und viele Emotionen in mir hervorgerufen hat. Ich habe die Tiefe sehr geliebt und freue mich auf alles was in der Zukunft noch so von der Autorin erscheinen wird.