Man fliegt nur so durch die Seiten

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mailinea Avatar

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Für mich ist Counting Days ein richtig typisches New-Adult-Buch und das im besten Sinne! Die Protagonisten sind 21 und stecken genau in der Phase, die man in dem Alter eben durchmacht: das Abnabeln von den Eltern, die Suche nach dem eigenen Weg und der Mut, endlich das zu tun, was man selbst will.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin auch schwere Themen wie häusliche Gewalt und mentale Gesundheit anpackt. Obwohl das echt harter Tobak ist, fliegt man nur so durch die Seiten. Der Schreibstil ist locker, fängt die Stimmung super ein und zieht einen direkt nach Heidelberg. Die Kulisse rund um das Heidelberger Schloss ist einfach wunderschön gewählt.

In der Story treffen die beiden Hauptfiguren nach Jahren der Trennung durch ein Unglück wieder aufeinander. Und ab da müssen sie erst mal einiges aufarbeiten.

Mein kleiner Kritikpunkt: Die Päckchen, die die beiden zu tragen haben, waren mir am Ende doch ein bisschen zu extrem. Da sie sonst eigentlich total reif und abgeklärt rüberkommen, fand ich es nicht ganz nachvollziehbar, warum sich absolut niemand von beiden schon lange Hilfe gesucht hat. Dadurch hat sich die Geschichte hier und da auch ein wenig in die Länge gezogen wie ich fand.


Ein schönes, emotionales Buch mit viel Tiefgang, das mich trotz kleinerer Längen gut unterhalten hat. Wer New Adult mag, sollte einen Blick riskieren