Tolle Geschichte

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buecherbiene Avatar

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“Counting Days” von Steffi Kuhlmann ist ein einfühlsamer Roman mit viel Herzschmerz und zweiten Chancen.

Dalia kehrte nach einigen Jahren zurück in ihre Heimat Heidelberg, als ihr Bruder bei einem Motorradunfall schwer verletzt wurde. Dort wird sie allerdings nicht nur mit ihrer Familie im Ausnahmezustand konfrontiert, sondern auch mit Alex. Ihrem Ex, wegen dem sie Heidelberg überhaupt erst verlassen hat.

Das Buch beginnt schon sehr dramatisch mitten im Geschehen und lässt gar nicht viel Raum für eine langatmige Einleitung. Genau das ist es auch, was das Buch ausgemacht hat: viel Dramatik, kaum Längen und super vielschichtige Charaktere.
Selbst wenn eine Situation sich ausnahmsweise mal in die Länge gezogen hat, wurde sie durch kurzweilige Chatverläufe aufgelockert.
Ich habe allerdings recht lange gebraucht, um überhaupt mit den Charakteren warm zu werden, da manche Entscheidungen und Verhaltensmuster für mich absolut unverständlich waren. Auch die Kommunikation zwischen allen Beteiligten lässt wirklich zu wünschen übrig. Da habe ich gehofft, etwas mehr Vernunft und Vorbildfunktion zu finden. Auch den Umgang mit der traumatischen Vergangenheit von Delia fand ich recht fragwürdig.
Besonders gefallen, haben mir allerdings die Nebencharaktere. Die waren wirklich sympathisch und haben die richtigen Fragen zur richtigen Zeit gestellt.

Alles in allem ein schöner, aber schwerer Roman über zweite Chancen, allerdings mit ziemlich unverständlichen Protagonisten.