Wenn Heilung, Hoffnung und Liebe aufeinandertreffen

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hannah99 Avatar

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Counting Days von Steffi Kuhlmann hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen mitgerissen. Dieses Buch ist für mich ein perfektes Beispiel dafür, wie emotional, tiefgründig und gleichzeitig hoffnungsvoll eine Geschichte sein kann.

Besonders begeistert hat mich die Handlung. Die Geschichte von Dalia und Alexander geht weit über eine klassische Liebesgeschichte hinaus. Beide tragen Narben aus ihrer Vergangenheit mit sich und müssen lernen, mit ihren eigenen Ängsten, Verlusten und Unsicherheiten umzugehen. Gerade diese emotionalen Herausforderungen machen ihre Reise so authentisch und berührend. Die Second-Chance-Elemente wurden dabei wunderbar eingebunden und haben der Geschichte eine ganz besondere Intensität verliehen.

Auch Steffi Kuhlmanns Schreibstil hat mich vollkommen überzeugt. Sie schreibt unglaublich gefühlvoll und schafft es, jede Emotion greifbar zu machen, ohne dabei jemals übertrieben zu wirken. Besonders mochte ich die wechselnden Erzählerperspektiven, da ich dadurch sowohl Dalias als auch Alexanders Gedanken und Gefühle nachvollziehen konnte. Die Rückblicke in die Vergangenheit waren für mich ebenfalls ein großes Highlight. Sie wurden geschickt eingesetzt, haben wichtige Hintergründe geliefert und die emotionale Tiefe der Geschichte noch verstärkt.

Die Tropes wurden hervorragend umgesetzt. Scars from the Past und Broken Hero ziehen sich spürbar durch die gesamte Geschichte und verleihen den Figuren eine besondere Authentizität. Gleichzeitig sorgt das Second Chance-Element für viele emotionale Momente. Besonders schön fand ich außerdem die Themen Body Positivity und Found Family. Gerade Letzteres wurde so warmherzig dargestellt, dass ich mich beim Lesen oft selbst als Teil dieser besonderen Gemeinschaft gefühlt habe.

Ein weiterer großer Pluspunkt war der sensible Umgang mit schwierigen und belastenden Themen. Die Autorin behandelt diese mit viel Feingefühl und Respekt, ohne ihre Bedeutung zu verharmlosen. Dadurch wirken die emotionalen Momente umso stärker und bleiben lange im Gedächtnis.

Dalia und Alexander sind zwei wundervoll ausgearbeitete Protagonisten. Dalias Entwicklung hat mich besonders beeindruckt. Sie zeigt Stärke, auch wenn sie selbst oft nicht daran glaubt, und wächst im Laufe der Geschichte unglaublich an ihren Erfahrungen. Alexander hat mein Herz ebenfalls schnell erobert. Hinter seiner verletzten und oft verschlossenen Fassade steckt ein Charakter, der lernen muss, sich selbst wieder zu vertrauen. Seine Entwicklung war für mich einer der emotionalsten Aspekte des Buches.

Aber auch die Nebencharaktere haben die Geschichte enorm bereichert. Vor allem Bonnie habe ich sofort ins Herz geschlossen. Mit ihrer Art hat sie viele Szenen aufgelockert und gleichzeitig gezeigt, wie wichtig echte Freundschaften und Unterstützung sein können. Ebenso hat mich das Schicksal von Dalias Bruder sehr bewegt. Dieses Ereignis zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und beeinflusst viele Entscheidungen und Entwicklungen. Gerade dadurch wurde die emotionale Tragweite der Handlung noch einmal verstärkt.

Für mich war Counting Days eine Geschichte über Verlust, Heilung, Selbstakzeptanz, Liebe und die Menschen, die uns auffangen, wenn wir selbst nicht mehr weiterwissen. Ein emotionales, bewegendes und wunderschön geschriebenes Buch, das ich jedem ans Herz legen kann.