Wunderschön

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listma Avatar

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"Counting Days" von Steffi Kuhlmann ist für mich ein Roman, der einen sofort tief im Herzen berührt. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, ganz nah bei den Figuren zu sein, so nah, dass man ihre Gedanken, ihre Unsicherheiten und ihre kleinen Hoffnungen fast körperlich spürt. Die Geschichte entfaltet sich leise, aber intensiv, und genau das macht sie so besonders.
Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die Ehrlichkeit, mit der die Autorin über Gefühle schreibt. Nichts wirkt übertrieben oder künstlich. Stattdessen begleitet man die Figuren durch ihre inneren Kämpfe, ihre Verletzlichkeit und die Momente, in denen sie langsam wieder Vertrauen fassen. Diese Feinfühligkeit zieht sich durch das ganze Buch und macht jede Szene glaubwürdig und menschlich.
Die Beziehung zwischen den Hauptfiguren entwickelt sich behutsam und natürlich. Es gibt keine überstürzten Wendungen, sondern viele kleine Augenblicke, die sich zu etwas Größerem zusammensetzen. Man merkt, wie viel Herzblut in den Dialogen und in den stillen Momenten steckt.
Steffi Kuhlmann schreibt klar, poetisch und gleichzeitig sehr nahbar. Manche Formulierungen bleiben hängen, weil sie so treffend und gefühlvoll sind. Die Autorin schafft es, schwere Themen mit Wärme und Hoffnung zu verbinden, ohne sie zu beschönigen.
Für mich ist Counting Days ein Roman über Verlust, Heilung, Mut und die Kraft der Liebe aber vor allem über das Wiederfinden des eigenen Weges. Es zeigt, dass man nicht perfekt sein muss, um geliebt zu werden, und dass manche Menschen genau dann in unser Leben treten, wenn wir sie am dringendsten brauchen.
Insgesamt ist Counting Days ein tief emotionales, wunderschön geschriebenes Buch, das lange nachklingt. Ein Roman, der einen daran erinnert, wie wertvoll jeder einzelne Tag sein kann.