Zwischen Herzbruch und Hoffnung

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chhil06 Avatar

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Counting Days ist eine dieser Geschichten, die einen nicht einfach nur unterhalten, sondern emotional richtig mitnehmen.

Dalia kehrt nach drei Jahren zurück nach Heidelberg – nicht freiwillig, sondern weil ihre Familie sie plötzlich wieder braucht. Schon nach wenigen Seiten merkt man, wie viel zwischen ihr und ihrer Vergangenheit hängt. Besonders die Begegnung mit Alex hat mich direkt wieder in diese alte, schmerzhafte Nähe gezogen: Da ist Wut, Verletzung, aber gleichzeitig auch etwas, das nie ganz verschwunden ist.

Alex selbst wirkt nicht wie der typische „Broken Hero“, sondern wie jemand, der versucht, zwischen Verantwortung, Studium, Familie und seinen eigenen Grenzen irgendwie zu funktionieren. Das macht ihn greifbar und manchmal auch erschreckend echt.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Mischung aus schweren Themen – mentale Gesundheit, toxische Familiendynamiken, Selbstfindung – und den ruhigen, fast zarten Momenten zwischen den beiden. Die Geschichte verliert sich nie in Drama um des Dramas willen, sondern bleibt emotional nachvollziehbar.

Steffi Kuhlmann schafft es, eine zweite Chance Geschichte zu erzählen, die weh tut und gleichzeitig Hoffnung gibt. Genau dieses Spannungsfeld macht das Buch so intensiv.